Seco-Affäre: Bundesanwaltschaft findet verdächtige Geldtransfers
Der unter Korruptionsverdacht stehende Seco-Ressortleiter erhielt via Spanien Geld von einem Geschäftspartner.

Anfang Jahr deckte der «Tages-Anzeiger» auf, dass sich ein IT-Ressortleiter aus dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mutmasslich bestechen liess und befreundeten Unternehmern über viele Jahre hinweg Aufträge zu teils überhöhten Preisen verschaffte. In den Fall verwickelt sind zwei Firmen. Die grössere ist die Fritz & Macziol (Schweiz) AG. Sie erhielt allein in den Jahren 2009 bis 2011 Aufträge im Umfang von 26 Millionen Franken. Die kleinere ist die System Connect AG, die kürzlich Konkurs anmeldete. Nachdem die Strafverfolger anfänglich nur den Seco-Ressortleiter und die grössere Firma ins Visier genommen hatten, kam Ende April auch der Inhaber der System Connect AG in Untersuchungshaft.
Weil sich Firmeninhaber Z.* gegen seine Inhaftierung wehrte, werden nun erste Zwischenergebnisse der Untersuchung der Bundesanwaltschaft bekannt. Diese finden sich im Beschluss des Bundesstrafgerichts zu Z.s Beschwerde. Die Beschwerde gegen die Untersuchungshaft lehnte das Gericht ab.