Zum Hauptinhalt springen

Seine Waldhütte war ein Bunker

Ein Appenzeller hat heimlich eine Festung gebaut und ist darin gestorben. Nun hat sie das Militär beseitigt.

640 Mannstunden Arbeit und unzählige Lastwagenfahrten waren erforderlich, um die Festung von Sepp Manser oberhalb von Brülisau AI «rückzubauen». Foto: Ralph Ribi
640 Mannstunden Arbeit und unzählige Lastwagenfahrten waren erforderlich, um die Festung von Sepp Manser oberhalb von Brülisau AI «rückzubauen». Foto: Ralph Ribi

Sie hatten alle gemeint, es sei nur eine kleine Hütte, die Sepp Manser in den bewaldeten Hang hineingebaut habe: Die Wände waren aus verwitterten Holzplanken, das Dach aus Wellblech, und auf dem Kamin drehte ein Windrädchen. Im August 2012 aber verschafften sich Polizisten Zugang zu Mansers Hütte, nachdem sich dieser über Wochen nicht mehr im Restaurant Schäfli hatte blicken lassen. Sie schnitten Stacheldraht weg, knackten dicke Schlösser, wuchteten eine massive Tür auf und stiessen schliesslich auf die Leiche des 80-Jährigen. Und realisierten: Sie standen nicht in einer Hütte, sondern in einem Bunker, dreistöckig in den Untergrund hineingegraben. Vom Volumen her ein in die Erde gestülptes Einfamilienhaus.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.