Zum Hauptinhalt springen

Chefbeamter im Visier der Strafjustiz

Die Bundesanwaltschaft will gegen Serge Gaillard ermitteln, den Finanzdirektor des Bundes.

Von Philippe Reichen, Lausanne
«Konnte noch nicht Stellung beziehen»: Serge Gaillard.
«Konnte noch nicht Stellung beziehen»: Serge Gaillard.
Keystone

Der Bundesanwaltschaft (BA) liegen die Anschuldigungen gegen Serge Gaillard, Finanzdirektor des Bundes, seit Monaten vor. Ein mittlerweile entlassener Angestellter der Zentralen Ausgleichsstelle (ZAS) in Genf, der wichtigsten AHV-Zahlstelle der Schweiz, wirft Gaillard falsche Anschuldigung, Verleumdung, Amtsmissbrauch und versuchte Nötigung vor. Der Mann hatte sich Gaillard 2013 als Whistleblower anvertraut und ihn fortlaufend über Missstände bei den Informatikbeschaffungen und der Geschäftsführung der ZAS informiert. Als Informationen darüber an die Medien gelangten, wandte sich Gaillard vom Mann ab und zeigte ihn wegen Amtsgeheimnisverletzung an. Das liess der Whistleblower nicht auf sich sitzen. Er warf Gaillard vor, sein Amt zu missbrauchen, ihn zu diskreditieren und entgegen der Wahrheit an den Pranger zu stellen. Also reichte der Mann gegen Gaillard eine Gegenklage ein.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen