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«Sicher gab es Schlägereien»

Ständig nur Saufgelage und Schlägereien? Ein ehemaliger Swisscoy-Soldat mit Funknamen Brave schildert, wie er die Zeit im Camp Casablanca im Kosovo erlebt hat.

Schweizer Soldaten im Kosovo: Aussenstation des Camps Casablanca.
Schweizer Soldaten im Kosovo: Aussenstation des Camps Casablanca.
ZVG

«Mein Funkname war Brave* und ich war von Oktober 2007 bis März 2008 im Kosovo stationiert, also während der Zeit der Unabhängigkeit. Danach war ich noch ein halbes Jahr in Bosnien.

Im Kosovo war ich stellvertretender Infanterie-Gruppenführer und Kolumnenschreiber für die Campzeitung. Wir Infanteristen waren häufig ausserhalb des Camps Casablanca in einer Zeltstadt stationiert. Nach sechs bis acht Tagen Dauereinsatz hat nach der Rückkehr ins Camp sicher der eine oder andere mit dem Alkoholkonsum übertrieben. Dieses Verhalten findet an den Wochenenden in Zürich hundertfach statt.

Von Bordellbesuchen im Kosovo ist mir nichts bekannt. Jedoch nutzten zwei, drei Soldaten ihren Ferienaufenthalt in Skopjie, um das dortige horizontale Gewerbe zu unterstützen. Diese Soldaten und auch Kader-Leute wurden bei ihrer Rückkehr jeweils verhört und manchmal auch zu Bussen verurteilt.

Schlägereien gab es sicher. Aber über einen Zeitraum von sechs Monaten sind mir nur vier Fälle bekannt. Das Wort «oft» ist sicher übertrieben.»

* Der richtige Name ist der Redaktion bekannt

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