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Sie schneidet nur bei den Finanzen gut ab

Als Finanzministerin macht Eveline Widmer-Schlumpf einen guten Job und empfiehlt sich für ihre Wiederwahl. Im Justizdepartement hingegen hat sie eine Baustelle hinterlassen.

Chancen und Risiken richtig eingeschätzt: Porträt von Eveline Widmer-Schlumpf, aufgenommen am 18. Mai 2010 im Bundeshaus West in Bern.
Chancen und Risiken richtig eingeschätzt: Porträt von Eveline Widmer-Schlumpf, aufgenommen am 18. Mai 2010 im Bundeshaus West in Bern.
Keystone

Es war der wohl wichtigste Schachzug einer Politikerin mit todsicherem Instinkt. Im Herbst 2010 setzte Eveline Widmer-Schlumpf durch, dass sie vom Justiz- ins Finanzdepartement wechseln darf – obwohl ein Wechsel nach bloss drei Jahren unüblich ist. Prompt entzündet sie mit ihrem Anliegen in der neu zusammengesetzten Regierung einen heftigen Streit: Simonetta Sommaruga muss als Nichtjuristin die Justiz übernehmen, was kaum jemand für sinnvoll hält. Die Bernerin lässt enttäuscht verlauten, dass sie «eine Lösung im Konsens vorgezogen» hätte. Widmer-Schlumpf hingegen triumphiert im Stillen und verbessert mit ihrem umstrittenen Manöver frühzeitig die Chancen auf ihre Wiederwahl.

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