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Sieg einer Reizfigur

Überraschend deutlich ist Gerhard Pfister zum Chef der CVP gewählt worden. Die Erwartungen an ihn sind hoch.

Gerhard Pfister, neuer Parteipräsident der CVP. Foto: Walter Bieri (Keystone)
Gerhard Pfister, neuer Parteipräsident der CVP. Foto: Walter Bieri (Keystone)

Es ist der Höhepunkt einer schwierigen Beziehung: Gerhard Pfister ist der neue Präsident der CVP. Mit dem notorischen Abweichler am rechten Rand erhält die Partei nicht nur ein neues Gesicht, sondern auch einen neuen Auftritt. Sinnbild für diesen Wandel waren die Reden des scheidenden und des künftigen Präsidenten an der Delegiertenversammlung vom Samstag. Gewohnt jovial verpackte Chris­tophe Darbellay die Höhepunkte seiner Amtszeit in eine pointenreiche Ansprache. Er erinnerte an vermeintliche «Botellones» mit FDP-Chef Philipp Müller und SP-Präsident Christian Levrat im Zug nach der «Arena»-Aufzeichnung, an den immer gleichen Mantel von Ex-Fraktionschef Urs Schwaller und «an schöne Erlebnisse mit unserer Doris». So habe es zu Hause bei Bundesrätin Leuthard immer guten Wein gegeben – «aber das Essen war mehr Weight-Watching-mässig». Deshalb seien Schwaller und er danach jeweils Pizza essen gegangen. Es schien, als wollte Darbellay sein eigenes Denkmal formen: Hier endet eine gesellige Ära – und ich habe sie geprägt.

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