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«Sind wir radikal, weil wir die Gebote des Islam befolgen?»

Die zwei Handschlagverweigerer aus Therwil sprechen im Interview. Sie fühlen sich missverstanden.

A. und N. in der Basler König-Faysal-Moschee, wo ihr Vater als Imam amtet: Besucher klopfen den muslimischen Brüdern auf die Schultern. Foto: Matthias Willi
A. und N. in der Basler König-Faysal-Moschee, wo ihr Vater als Imam amtet: Besucher klopfen den muslimischen Brüdern auf die Schultern. Foto: Matthias Willi

* Dieses Interview wurde in der «SonntagsZeitung» vom 10. April publiziert.

Basel, Freitagnachmittag. In einem Nebenraum der radikalen König-Faysal-Moschee empfangen uns die syrischen Brüder A., 16, und N., 14. Sie wirken scheu, grüssen höflich. Zwei Baselbieter Buben, die mit ihrer Handschlagdispens weltweit Schlagzeilen machen. Die Moscheebesucher gratulieren den beiden. Ältere, bärtige Männer klopfen ihnen anerkennend auf die Schultern. Wer hierher zum Gebet kommt, hält sich streng an die Gesetze des Islam. Als Imam amtet der Vater der zwei Schüler, ein fundamentalistischer Muslim, ausgebildet an einer wahhabitischen Koranschule in Saudiarabien. Er begleitet seine Söhne zum Interview, genauso wie eine Medienbeauftragte des Islamischen Zentralrates der Schweiz (IZRS). Die Organisation, die vom Nachrichtendienst beobachtet wird, betreut die beiden Brüder, seit sie den Handschlag verweigerten.

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