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24-Stunden-Späher – 100 neue Jobs bei der Luftwaffe

Künftig sollen zwei F/A-18 Kampfflugzeuge rund um die Uhr im Luftraum eingreifen können. Das kostet viel Geld – und schafft neue Jobs.

Steht für Luftüberwachung bereit: F/A-18 der Schweizer Luftwaffe.
Steht für Luftüberwachung bereit: F/A-18 der Schweizer Luftwaffe.
Keystone

Ab 2020 soll die Schweizer Luftwaffe mit zwei F/A-18 Kampfflugzeugen rund um die Uhr im Luftraum eingreifen können. Nun hat der Bund bekanntgegeben, wie er das Projekt umsetzen will. Er schafft 100 Stellen. Die jährlichen Kosten betragen 30 Millionen Franken.

Dieser Betrag setzt sich aus Personalkosten, Kosten für die Flugsicherung und Betriebskosten zusammen, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) am Dienstag mitteilte. Bis Ende 2020 werden 100 zusätzliche Stellen bei der Luftwaffe, der Logistikbasis der Armee und der Führungsunterstützungsbasis benötigt.

«Hot Missions»

Die 24-Stunden-Bereitschaft sei notwendig, um die Sicherheit im Luftverkehr permanent zu gewährleisten, heisst es weiter. Die beiden Kampfjets fliegen Einsätze, wenn Luftfahrzeuge die Lufthoheit der Schweiz oder die Luftverkehrsregeln in schwerwiegender Weise verletzen («Hot Missions»). Bei den «Live Missions» werden stichprobeweise Kontrollen von Staatsluftfahrzeugen durchgeführt.

Hauptstandort für das Projekt ist der Militärflugplatz Payerne VD. Während der dortigen Pistensperre wird entweder ab Emmen LU oder ab Meiringen BE geflogen. Die bewaffneten Flugzeuge könnten innert 15 Minuten starten.

In vier Etappen

Der Ausbau der Einsatzbereitschaft erfolgt in vier Etappen. Ab nächstem Jahr stehen die Flugzeuge an Wochentagen von 8 bis 18 Uhr während 50 Wochen bereit. 2017 wird diese Präsenz dann auf 365 Tage aus. Ab 2019 werden die Jets von 6 bis 22 Uhr bereitstehen und Ende 2020 erfolgt dann der Ausbau auf 24 Stunden. Bislang war die Luftwaffe lediglich zu Bürozeiten einsatzbereit.

SDA

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