So stehen die Kantone im internationalen Steuerwettbewerb da

Nidwalden folgt gleich auf Hongkong: Die meisten Kantone machen im internationalen Steuerwettbewerb laut BAK Basel eine gute Figur. Für hoch qualifizierte Arbeitnehmer zeichnet sich jedoch eine Trendwende ab.


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Der BAK Taxation Index 2013 bescheinigt 15 untersuchten Schweizer Kantonen eine starke Stellung im internationalen Steuerwettbewerb. Insgesamt hätten die Schweizer Kantone seit dem Ausbruch der Finanzkrise ihre vorteilhafte Position im internationalen Vergleich nochmals leicht ausgebaut, schreibt das Forschungsinstitut BAK Basel in einer Pressemitteilung.

Der Taxation Index untersucht die steuerliche Standortattraktivität von insgesamt 85 Regionen in 23 Ländern. Die Kantone nehmen darin Spitzenpositionen ein: Sowohl bei den Unternehmenssteuern als auch bei der Besteuerung von hoch qualifizierten Arbeitskräften gehören die steuerlich attraktivsten Schweizer Kantone zur internationalen Spitzengruppe.

Hochqualifizierte bezahlen bald mehr

Bei der effektiven durchschnittlichen Unternehmenssteuerbelastung folgen die Kantone Nidwalden, Appenzell Ausserrhoden und Luzern unmittelbar auf den am tiefsten besteuernde Standort Hong Kong. Bei der Besteuerung von Hochqualifizierten belegen die Kantone Zug, Schwyz und Obwalden die Plätze hinter Singapur und Hong Kong. Selbst die am höchsten besteuernden Schweizer Standorte weisen eine im internationalen Vergleich moderate Steuerbelastung auf, die insbesondere bei den Hochqualifizierten deutlich unter der Belastung der Schweizer Nachbarländer liegt, wie BAK Basel berichtet.

Während die Unternehmenssteuern weiter im Sinken begriffen sind, zeichnet sich bei der Besteuerung der Hochqualifizierten laut BAK Basel jedoch eine Trendwende ab: Während die Steuerbelastung bis 2009 kontinuierlich sank, ist in den vergangenen vier Jahren eine Erhöhung zu beobachten. Schuld daran seien die negativen Auswirkungen der Finanzkrise auf die internationalen Staatsfinanzen und der erhöhte Finanzierungsbedarf.

Seit 2009 senkten bei den Unternehmen Luzern (-5.1%-P.), Schwyz (-4.2 %-P.) und Graubünden (-1.8%-P.) die Steuerbelastung deutlich. Die Hochqualifizierten bezahlen in den meisten Schweizer Kantonen heute weniger als noch vor vier Jahren, insbesondere in Glarus (-5.0%-P.), Luzern (-4.0 %-P.) und Thurgau (-3.0%-P). (fko)

Erstellt: 23.01.2014, 12:01 Uhr

Tiefste Unternehmenssteuern: Nidwalden, Honkong. (Bild: Keystone )

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