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So viel gefährlicher leben Knaben im Strassenverkehr

Das Unfallrisiko mit dem Velo liegt bei Buben um 70 Prozent höher als bei Mädchen. Experten machen das Testosteron dafür verantwortlich.

«Buben sind spontaner und impulsiver»: Schüler bei der Veloprüfung. (Archivbild)
«Buben sind spontaner und impulsiver»: Schüler bei der Veloprüfung. (Archivbild)
Steffen Schmidt, Keystone

Für Buben ist der Strassenverkehr erheblich gefährlicher als für Mädchen. Die Zahlen des Bundes zeigen: Im letzten Jahr gab es insgesamt 366 schwere Unfälle mit Minderjährigen im Strassenverkehr. 272 Opfer waren männlich, nur 94 weiblich.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) hat die Zahlen genauer analysiert, wie der «SonntagsBlick» schreibt. Am grössten ist der Unterschied beim Velo, pro zurückgelegten Kilometer ist das Unfallrisiko bei Buben um 70 Prozent höher als bei Mädchen. Sind sie zu Fuss unterwegs, verunfallen Buben anderthalbmal häufiger.

«Buben lassen sich leichter ablenken»

«Jungs und Mädchen haben unterschiedliche Risikobereitschaften», erklärt Dr. Uwe Ewert (56) vom bfu. Buben seien spontaner, impulsiver. «Und sie lassen sich wohl auch leichter ablenken», sagt der Experte.

Auch für Verkehrspsychologe Bernhard Schlag (65) von der Uni Dresden (D) ist das unterschiedliche Risikoverhalten entscheidend. «Dieses kann durch das männliche Hormon Testosteron ausgelöst werden oder psychologisch bedingt sein. Bei Jungs ist das Bedürfnis grösser, starke Empfindungen zu haben.» Er empfiehlt spezifische Kampagnen, um Buben zu sensibilisieren.

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