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Solide Information statt Bling-Bling im TV

Ein RTS-Bashing hat in der Romandie keine Chance.

SRF-Kritiker sortieren seit Sonntag für die anstehende Service-public-Debatte richtungsweisende Argumente. Ganz anders in der Westschweiz. Es würde erstaunen, wenn es in der Romandie überhaupt zu einer Debatte über das Angebot und die politische Ausrichtung der Radio Télévision Suisse (RTS) käme. Schon das Referendum gegen das revidierte Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) begriff die bis ins bürgerliche Lager etatistisch geprägte Bevölkerung als Attacke auf die staatliche Grundversorgung. Seit Sonntag ist der Service public gerettet, der Courant normal also wieder etabliert.

Natürlich hängt die Zufriedenheit damit zusammen, dass man dank der Gebührengelder aus der Deutschschweiz mehr medialen Service public geniesst, als man eigentlich bezahlt. Aber nicht nur. Vor allem die Qualität ihrer Radiosender überzeugt die Westschweiz – was sich leicht erklären lässt. Die Sender pflegen Leichtigkeit und Lebensnähe und inszenieren kontroverse Debatten über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Wenn täglich eine Vielzahl von Menschen zu Wort kommt und unterschiedlichste Meinungen aufeinanderprallen, entsteht ein Mehrheitenprogramm, was sich bei der RTVG-Abstimmung zugunsten des Service public auswirkte.

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