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Sorge um den entführten Schweizer wächst

Seit über zwei Wochen halten prorussische Kämpfer in der Ostukraine internationale Beobachter fest. Die OSZE weiss nicht, wer die Entführer sind und was sie wollen.

Kein Kontakt zu den Entführten: OSZE-Vorsitzender Didier Burkhalter. Foto: Lukas Lehmann (Keystone)
Kein Kontakt zu den Entführten: OSZE-Vorsitzender Didier Burkhalter. Foto: Lukas Lehmann (Keystone)

Der OSZE-Vorsitzende und Bundespräsident Didier Burkhalter drückt sich sehr vorsichtig aus. «Wir machen alles, damit sie bedingungslos freikommen», sagt er über die acht OSZE-Beobachter, darunter ein Schweizer, die in der Ost­ukraine festgehalten werden. «Aber zurzeit ist es noch nicht so weit.» Es gebe einige Kontakte «mit Leuten im Umfeld derjenigen, die die Geiseln haben». Die OSZE-Mission in Kiew zeichnet ein düsteres Bild. Zwar versucht man über alle möglichen Kontakte, an die vermissten Leute heranzukommen, unter anderem wurden die ­ukrainischen und die russischen Behörden auf höchster Ebene eingeschaltet. Bis jetzt aber vergeblich: Die OSZE weiss weder, wer die Beobachter festhält, noch, was die Entführer wollen. «Es gibt keinen Kontakt», erklärt Michael Bociurkiw, der Sprecher der OSZE-Mission in Kiew. «Die Sorge wächst jeden Tag.»

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