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Sozialämter greifen auf Vorsorgegelder zurück

Aargauer Gemeinden zwingen ältere Sozialhilfeempfänger dazu, mit ihrem Altersguthaben Sozialhilfe zurückzuzahlen. Das Vorgehen widerspricht zwar den Skos-Richtlinien, ist aber gesetzlich zulässig.

Wer gezwungen wird, Freizügigkeitsguthaben vorzubeziehen, muss danach den Gürtel enger schnallen. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)
Wer gezwungen wird, Freizügigkeitsguthaben vorzubeziehen, muss danach den Gürtel enger schnallen. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Wer arbeitslos wird, verliert meist auch den Anschluss an die Pensionskasse. Das Kapital landet auf einem Freizügigkeitskonto und bleibt dort, bis der Betroffene wieder eine Stelle hat. Findet jemand keine Arbeit mehr, kann das Kapital fünf Jahre vor dem ordentlichen AHV-Alter vorbezogen werden. Eine Altersrente gibt es aus dem Freizügigkeitskonto nicht. Für Langzeitarbeitslose hat diese Regelung nicht nur den Nachteil, dass sie im AHV-Alter ihre zweite Säule aufbrauchen müssen, statt eine Rente zu erhalten. Je nach Wohngemeinde und Kanton müssen sie als Sozialhilfeempfänger damit rechnen, dass sie schon fünf Jahre vor Erreichen des AHV-Alters das Frei­zügigkeitskapital beziehen müssen und das Geld in wenigen Jahren wegschmilzt.

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