SP Aargau schickt Cédric Wermuth ins Ständerats-Rennen

Die Delegierten haben ihren Kandidaten für die Ständeratswahl nominiert. Der 32-Jährige erhielt mehr als doppelt so viele Stimmen wie seine Herausforderin.

Nationalrat Cedric Wermuth während der Herbstsession vor einem Jahr.

Nationalrat Cedric Wermuth während der Herbstsession vor einem Jahr. Bild: Peter Schneider/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth kandidiert für den Ständerat bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst 2019. Der 32-jährige Politiker hat sich am ausserordentlichen Parteitag klar gegen Nationalrätin Yvonne Feri durchgesetzt.

Wermuth erhielt in der geheimen Wahl am Mittwochabend in Aarau 105 Stimmen, Feri 47 Stimmen. Die Geschäftsleitung wollte das genaue Stimmenergebnis zunächst nicht bekanntgeben. Ein Antrag aus den Reihen der rund 150 Delegierten, das Ergebnis aus Gründen der Transparenz offenzulegen, fand jedoch eine knappe Mehrheit.

Vor der Nomination gab es viele Voten für die beiden Vorgeschlagenen. Wermuth vertrete eine klare linke Politik, sagte eine Delegierte. «Aus Prinzip für eine Frau», sagte eine andere Delegierte und warb für Feri.

Wermuth aus Zofingen betonte am ausserordentlichen Parteitag, die Linke habe immer Erfolg, wenn sie eine Politik der Hoffnung mache. Es brauche auch Mut. Er wolle im Wahlkampf mit den Menschen direkt reden. Der Aargau werde bei den Wahlen ein «doppeltes rotes Wunder erleben», gab sich Wermuth kämpferisch.

Der Ständeratskandidat gehört seit Dezember 2011 dem Nationalrat an. In den vergangenen vier Jahren leitete er als Co-Präsident die SP Aargau. Der frühere Präsident der Jungsozialisten (Juso) politisiert im linken Flügel der SP.

Geschlossenheit in Partei gefordert

Die 52-jährige Feri ist seit 2011 Nationalrätin. Sie war Mitglied des Kantonsparlaments, während zehn Jahren Gemeinderätin (Exekutive) in Wettingen und Präsidentin der SP Frauen Schweiz. Feri hatte im November 2016 ohne Erfolg für einen Sitz in der Kantonsregierung kandidiert.

Sie wolle als Ständerätin mit anderen nach Lösungen suchen und die Grundwerte der SP einbringen, sagte Feri vor den Delegierten. Sie wolle sich für Frauenfragen im Ständerat einsetzen und verstehe sich als Feministin.

Ständerätin Pascale Bruderer, die nach acht Jahren im Herbst 2019 nicht mehr zur Wiederwahl antritt, sagte, die Frauenfrage müsse gerade für die SP weiterhin ein Thema sei. Sie rief die Partei zur Geschlossenheit auf.

Bruderer hatte den Sitz in der kleinen Kammer 2011 erobert. Damit war die SP Aargau erstmals nach 63 Jahren wieder im Ständerats vertreten.

SP ist gefordert

Im Aargau dürfte es für die SP schwierig werden, ihren Sitz im Ständerat zu verteidigen, obwohl beide Sitze frei werden. FDP-Ständerat Philipp Müller tritt nach vier Jahren auf Ende der Legislaturperiode zurück.

Die Nachfolge möchte Nationalrat Thierry Burkart antreten. Bereits nominiert sind SVP-Nationalrat Hansjörg Knecht. Die CVP schickt Parteipräsidentin und Grossrätin Marianne Binder ins Rennen. (nag/sda)

Erstellt: 26.09.2018, 22:56 Uhr

Artikel zum Thema

Die SP predigt Frauen – und stellt Männer auf

Jede zweite Kandidatur für den Ständerat soll mit einer Frau besetzt werden. Doch die SP-Männer machen nicht mit. Mehr...

Erbitterter Kampf um das Erbe von Pascale Bruderer

Jetzt kandidiert im Aargau auch noch Cédric Wermuth für den Ständerat. Es kommt zum Grosskampf zwischen SVP, SP und CVP. Mehr...

Köppel tut es, Matter auch und ebenso Wermuth

Welche Politiker in der Schweiz auf Medien 3.0 setzen – und warum Barack Obama ihr Vorbild ist. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blog

Kommentare

Paid Post

Weg mit hartnäckigen Fettdepots und Cellulite!

Sie möchten abnehmen, ohne auf lästige Diäten zurückzugreifen und ohne Sport machen zu müssen? Slim&more zeigt Ihnen, wie Ihre Pfunde ganz ohne Pillen und Eingriffe purzeln.

Die Welt in Bildern

Ganz schön angeknipst: Ein Mitglied des Bingo Zirkus Theater steht anlässlich des 44. internationalen Zirkusfestivals in Monte Carlo auf der Bühne. (16. Januar 2020)
(Bild: Daniel Cole ) Mehr...