Zum Hauptinhalt springen

SP setzt in Berner Ständeratswahl auf «Brückenbauer»

Die Berner SP nominiert Hans Stöckli für die Ständeratswahl. Der 59-jährige Nationalrat setzte sich in einer Kampfwahl gegen zwei Frauen durch.

Nationalrätin Ursula Wyss zog in der Ständerats-Ersatzwahl gegen Adrian Amstutz (SVP) den Kürzeren. Sie will in diesem Herbst keinen zweiten Anlauf wagen, weil sie ein Kind erwartet.
Nationalrätin Ursula Wyss zog in der Ständerats-Ersatzwahl gegen Adrian Amstutz (SVP) den Kürzeren. Sie will in diesem Herbst keinen zweiten Anlauf wagen, weil sie ein Kind erwartet.
Keystone
1 / 1

Nationalrat Hans Stöckli soll für die Berner SP einen Sitz im Ständerat erobern. Der langjährige Bieler Stadtpräsident wurde am Donnerstag an einem ausserordentlichen Parteitag in Bern nominiert. In einer Kampfwahl setzte er sich gegen zwei Mitbewerberinnen durch.

Der 59-jährige Stöckli holte im ersten Wahlgang gleich 116 Stimmen und übertraf damit das absolute Mehr. Nationalrätin Margret Kiener Nellen (36 Stimmen) und Grossrätin Irène Marti Anliker (17) liess er deutlich hinter sich.

Beobachter gehen davon aus, dass sich die SP für die Ständeratswahl vom Oktober auf ein rot-grünes Zweierticket mit Nationalrat Alec von Graffenried einigen wird.

Die Konkurrenz ist gross: Die beiden Bisherigen Adrian Amstutz (SVP) und Werner Luginbühl (BDP) treten wieder an, dazu kommen Bewerbungen von FDP, CVP, EVP und EDU.

Die bernische SP hatte bis im vergangenen Herbst einen Sitz im Ständerat inne, dann wurde Simonetta Sommaruga in den Bundesrat gewählt. In der Ersatzwahl zog die SP-Kandidatin Ursula Wyss gegen SVP-Mann Amstutz knapp den Kürzeren. Wyss will in diesem Herbst keinen zweiten Anlauf wagen, weil sie ein Kind erwartet.

«Ein Brückenbauer»

Hans Stöckli empfahl sich der Partei als Brückenbauer zwischen den Landesteilen und zwischen Stadt und Land. Die Mehrheit der Delegierten trauten ihn am ehesten zu, den SP-Sitz zurückzuholen. Mit dem Slogan «Hans ins Stöckli» gewann er die partei-interne Ausmarchung.

Parteipräsident Roland Näf wies Einschätzungen der Berner Presse zurück, wonach die SP nach dem Verzicht von Ursula Wyss mit einer Kandidatur aus der zweiten Garde antreten müsse. «Stöckli ist ein sehr starker Kandidat», betonte Näf.

Zugleich wies er darauf hin, dass im Herbst die Chancen für einen SP-Sitz besser stünden als bei der Ersatzwahl von Anfang Jahr. Schliesslich gehe es nun um zwei Sitze. «Wenn wir dieselbe Mobilisierung hinkriegen wie bei der Ersatzwahl, dann schaffen wir dieses Mal den SP-Sitz», betonte Näf.

Frauen geschlagen

Vergeblich machten sich die SP-Frauen für Kiener Nellen stark. Im Ständerat seien die Frauen nach wie vor krass untervertreten, hiess es zur Begründung. Da die Kandidaturen von Kiener Nellen und Stöckli gleichwertig seien, solle die Frau bevorzugt werden, zumal die meisten anderen Parteien einen Mann ins Ständeratsrennen schickten.

SDA/chh

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch