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Spendengelder in die Staatskasse

Weil die freiwilligen Helfer des Roten Kreuzes keine besonders eingerichteten Fahrzeuge haben, sind ihre Fahrdienste mehrwertsteuerpflichtig. Das kostet viele Spendengelder.

Nicht alle älteren Menschen sind so mobil wie diese Frau, die in Zürich mit ihrem Rollator das Tram benutzt.
Nicht alle älteren Menschen sind so mobil wie diese Frau, die in Zürich mit ihrem Rollator das Tram benutzt.
Keystone
Auch fahren nicht alle selber Auto wie dieser Mann.
Auch fahren nicht alle selber Auto wie dieser Mann.
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CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer will deshalb das Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer abändern.
CVP-Nationalrätin Barbara Schmid-Federer will deshalb das Bundesgesetz über die Mehrwertsteuer abändern.
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Über 7000 freiwillige Fahrer des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) bringen hilfsbedürftige Menschen, die sich kein Taxi leisten können, zum Arzt oder in die Therapie. Pro Jahr sind die Freiwilligen 830'000 Stunden unterwegs und legen über 12 Millionen Kilometer zurück.

An diesem Einsatz verdient niemand etwas – die Freiwilligen erhalten pro gefahrenen Kilometer im Durchschnitt 75 Rappen an die Deckung ihrer Unkosten wie Benzin oder an die Abnutzung ihres Fahrzeuges. Allerdings profitieren nicht nur die Hilfsbedürftigen – auch der Staat hat etwas davon: Weil solche freiwilligen Chauffeurdienste mehrwertsteuerpflichtig sind, bezahlen die Kantonalverbände des Roten Kreuzes jedes Jahr insgesamt rund 600'000 Franken Mehrwertsteuer. Dafür müssen Spendengelder eingesetzt werden.

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