Spiess-Hegglin und Hürlimann einigen sich

Vor dem Zuger Strafgericht gibt es keine Verhandlung. Jolanda Spiess-Hegglin und Markus Hürlimann haben sich aussergerichtlich geeinigt.

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Die Verhandlung vor Zuger Strafgericht vom 17. April gegen Jolanda Spiess-Hegglin findet nicht statt. Das Gericht hätte entscheiden müssen, ob die Ex-Kantonsrätin ihren Amtskollegen Markus Hürlimann (SVP) 2014 zu Unrecht eines Verbrechens beschuldigt hat. Hürlimann und Spiess-Hegglin haben sich auf einen Vergleich geeinigt.

Der Vergleich sei umfassend und solle einen «definitiven Schlussstrich» unter die Geschehnisse ziehen, die sich im Nachgang zur Zuger Landammannfeier 2014 ereignet haben, schreiben die Zuger Strafverfolgungsbehörden in einer Medienmitteilung vom Dienstag.

Keine Äusserungen mehr

Spiess-Hegglin hat sich im Vergleich «vorbehaltlos und uneingeschränkt» dazu verpflichtet, sich ab sofort in keiner Weise mehr so über die Vorgänge zu äussern, dass der Eindruck entstehen könnte, sie sei Opfer einer strafbaren Handlung seitens Markus Hürlimanns geworden.

Hürlimann hat seinerseits alle Strafanträge bezüglich Verleumdung und übler Nachrede vorbehaltlos zurückgezogen. Beide Parteien tragen ihre Kosten zum grössten Teil selbst. Das Verfahren wird eingestellt.

Spiess-Hegglin hatte ausgesagt, sie sei an der Landammannfeier mittels K.O.-Tropfen betäubt worden. Sie war am Tag nach der Feier mit Unterleibsschmerzen ins Spital gegangen und gab an, sie könne sich an nichts erinnern. Hürlimann stritt ab, sie betäubt zu haben. Es habe eine Annäherung gegeben, diese habe aber einvernehmlich stattgefunden. Das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt. (oli/sda)

Erstellt: 13.03.2018, 15:20 Uhr

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