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SRG-Direktor ist «bereit, Varianten vorzuschlagen»

Gilles Marchand zeigt sich offen für neue Finanzierungsmodelle. Ganz ohne Gebühren geht es laut dem SRG-Generaldirektor aber nicht.

SRG-Generaldirektor Gilles Marchand zusammen mit SRG-Präsident Jean-Michel Cina an einem Medienfrühstück am 6. Oktober 2017.
SRG-Generaldirektor Gilles Marchand zusammen mit SRG-Präsident Jean-Michel Cina an einem Medienfrühstück am 6. Oktober 2017.
Peter Schneider), Keystone

Kann sich die SRG über Pay-TV finanzieren? Um diese Frage streiten sich Gegner und Befürworter seit Wochen. Bisher hatte die SRG offiziell betont, bei einem Ja zu No Billag gäbe es für sie keine Alternative zum Sendeschluss. Die Befürworter halten entgegen, die SRG könne einen grossen Teil ihres Programms durch Abo-Verkäufe aufrechterhalten.

SRG-Generaldirektor Gilles Marchand bildete hier keine Ausnahme: «Es gibt keinen Plan B», sagte er im Oktober auf SRF. Daran hält er auch im Interview mit «Le Temps» vom Samstag fest: Bei einem Ja zu No Billag könne die SRG den Service Public nicht retten. «Wir werden die SRG mehr oder weniger organisiert und schnell abbauen müssen», so Marchand. Man dürfe der Öffentlichkeit nichts vorgaukeln, was der Text der Initiative bedeute.

Und trotzdem zeigt sich Marchand offen für alternative Einnahmequellen. Die Debatte darüber fange gerade erst an. Zwar sei es schwierig, Finanzierungsmodelle für die «Pay-per-view»-Generation zu finden. Aber: «Wir sind bereit, Varianten vorzuschlagen», so Marchand. Ganz ohne Gebühren gehe es aber nicht.

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Offenes Internet-Portal für alle

Die Schlacht werde künftig im Internet geschlagen. Daher denke er viel über die Zukunft der SRG im Internetzeitalter nach. Ihm schwebe im Web ein offenes Portal mit originellen Inhalten vor, das allen zur Verfügung stehe.

Auf die Frage, ob die SRG nicht eine gehörige Mitschuld an der No-Billag-Initiative trägt, antwortet Marchand, dass man sicher im Vorfeld mehr mit der Bevölkerung hätte kommunizieren und mehr erklären müssen.

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