Gravierende Mängel im Umgang mit Rasern

In einem noch unveröffentlichten Bericht übt der Verkehrsrechtler René Schaffhauser Kritik an den Strassenverkehrsämtern. Viele hätten Mühe, Raser rechtzeitig aus dem Verkehr zu ziehen.

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Nach dem tragischen Raserunfall in Schönenwerd SO, bei dem vor acht Tagen eine unbeteiligte, 20-jährige Frau getötet wurde, geraten die Behörden in die Kritik. Der Verkehrsrechtler René Schaffhauser sieht bei den Strassenverkehrsämtern gravierende Mängel im Umgang mit gefährlichen Verkehrsteilnehmern. Das schreibt die «Sonntagszeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe.

Der Experte sieht Reformbedarf in der ganzen Schweiz. Viele Strassenverkehrsämter hätten Mühe, charakterlich auffällige Verkehrsteilnehmer rechtzeitig aus dem Verkehr zu ziehen. Rechtsfragen zum Fahrausweisentzug würden oft an Verkehrspsychologen delegiert. Die Ämter seien häufig nicht in der Lage, Gutachten kritisch zu hinterfragen. Laut Schaffhauser behandeln die Kantone Verkehrsdelinquenten unterschiedlich. Richtlinien würden wie eine Geheimsache behandelt und nicht ausgetauscht.

Erstellt: 16.11.2008, 15:07 Uhr

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