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Strafverfahren gegen Philipp Hildebrand

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen den ehemaligen SNB-Präsidenten. Es geht um die Devisenaffäre, die zu seinem Rücktritt geführt hatte.

Im Visier der Bundesjustiz: Ex-SNB-Präsident Philipp Hildebrand. (Archivbild)
Im Visier der Bundesjustiz: Ex-SNB-Präsident Philipp Hildebrand. (Archivbild)
Keystone

Der Fall Philipp Hildebrand ist um eine Wendung reicher: Gegen den ehemaligen Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank läuft eine Untersuchung. Die Bundesanwaltschaft (BA) bestätigt eine Meldung der «Weltwoche». Angaben zum Inhalt der Untersuchung macht die BA nicht.

Die «Weltwoche» vermutet, dass es um einen Verdacht auf Amtsmissbrauch oder Verletzung des Amtsgeheimnisses geht: Am 5. Januar 2012 hatten Philipp Hildebrand und der damalige Präsident des Bankrats, Hansueli Raggenbass, publik gemacht, dass der Thurgauer SVP-Politiker Hermann Lei kompromittierende Dokumente zu Hildebrands Devisenhandel an SVP-Nationalrat Christoph Blocher und die «Weltwoche» weitergeleitet hatte. Dieses «Outing» könnte strafrechtlich relevant sein.

Die «Weltwoche» hatte zudem gemeldet, auch Hansueli Raggenbass stehe im Fokus der BA. Dies dementiert die Sprecherin Jeannette Balmer: «Die Bundesanwaltschaft führt kein Verfahren gegen Herrn Raggenbass.» Zwischen «Weltwoche» und BA sei es zu einem Missverständnis in der Kommunikation gekommen.

Blackrock sofort informiert

Laut dem jetzigen Arbeitgeber von Hildebrand, Blackrock, weist der ehemalige SNB-Präsident die Anschuldigungen entschieden zurück. Er leiste gegenüber der Bundesanwaltschaft jede notwenige Unterstützung, um diese Angelegenheit zu klären.

«Als ein Mann von höchster Integrität hat Philipp Hildebrand das Unternehmen unverzüglich über diese Angelegenheit informiert», schreibt das Unternehmen in einer Stellungnahme. Die Sache beziehe sich auf einen Zeitraum vor seiner Tätigkeit bei Blackrock. Es gehe dabei um eine Anzeige betreffend Amtsgeheimnisverletzung, die bereits im Juli 2012 von einer Einzelperson erstattet wurde. Das anhängige Verfahren sei demnach nicht von der Bundesanwaltschaft selbst initiiert worden, sondern stütze sich auf diese Anzeige.

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