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Plant Martullo-Blocher ihre Bundesratskandidatur?

Die Chefin der Ems-Chemie soll ihre Politkarriere von langer Hand vorbereitet haben – unter anderem mit Spenden.

Politkarriere von langer Hand geplant: Magdalena Martullo-Blocher spricht an der Medienkonferenz des überparteilichen Komitees «Steuerreform JA», am Dienstag, 29. November 2016 in Bern.
Politkarriere von langer Hand geplant: Magdalena Martullo-Blocher spricht an der Medienkonferenz des überparteilichen Komitees «Steuerreform JA», am Dienstag, 29. November 2016 in Bern.
Anthony Anex, Keystone
Tritt aus der SVP-Parteileitung aus und will sich künftig «gegen die Einsetzung des EU-Gesetzgebers über ein Rahmenabkommen» widmen»: Christoph Blocher bei der Albisgütli-Tagung der SVP am 19. Januar in Zürich.
Tritt aus der SVP-Parteileitung aus und will sich künftig «gegen die Einsetzung des EU-Gesetzgebers über ein Rahmenabkommen» widmen»: Christoph Blocher bei der Albisgütli-Tagung der SVP am 19. Januar in Zürich.
Walter Bieri, Keystone
Martullo-Blocher folgte ihrem Vater nach als Chefin der Ems-Chemie und wird dies nun auch in der erweiterten SVP-Spitze tun.
Martullo-Blocher folgte ihrem Vater nach als Chefin der Ems-Chemie und wird dies nun auch in der erweiterten SVP-Spitze tun.
Peter Schneider, Keystone
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Magdalena Martullo-Blocher wandelt in ihrer Politlaufbahn auf den Spuren ihres Vaters Christoph Blocher. Am kommenden Samstag soll sie mit der Wahl zur Vizepräsidentin zur neuen starken Frau in der SVP werden. Auch wenn die Chefin der Ems-Chemie oft betont, wie gering ihre politischen Ambitionen seien, deutet vieles darauf hin, dass sie ihren Weg nach Bern von langer Hand geplant hat. Dies berichtet die «NZZ am Sonntag».

Die Bündner Nationalrätin mit Wohnsitz in Meilen ZH baute die Nähe zum Bündner Stimmvolk gezielt auf. So hat die Ems-Chemie der Klosterkirche Disentis grosszügige Spenden zukommen lassen und zahlte für die Orgel in der Kathedrale Chur wiederum 1,6 Millionen Franken. Zudem kaufte Martullo-Blocher kurz vor den Nationalratswahlen 2015 ein Ferienhaus in Lenzerheide.

Beobachter nehmen es laut der «NZZ am Sonntag» der Nationalrätin denn auch nicht ab, dass sie keine Bundesratskandidatur anstrebe. Diese Woche sagte Martullo-Blocher, sie hoffe nicht, dass sie das machen müsse. Der Generalsekretär der Ems-Chemie, Peter Dietrich, dementierte einen Zusammenhang zwischen Sponsoringaktivitäten der Firma und Martullo-Blochers politischer Karriere. Das Unternehmen sponsere seit vielen Jahrzehnten unzählige Veranstaltungen und Vereine mit. Diese Engagements seien reine Spenden und Unterstützungsprojekte, sagte er.

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