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Streit um Pädophileninitiative beginnt von vorne

Der Bundesrat will das automatische Berufsverbot für Pädosexuelle abschwächen. Die Initianten sind schockiert.

Nur bei schweren Vergehen wie Nötigung sollen keine Ausnahmen gelten. Foto: Keystone
Nur bei schweren Vergehen wie Nötigung sollen keine Ausnahmen gelten. Foto: Keystone

Selten sagt das Stimmvolk so deutlich Ja zu einer Volksinitiative: Mit über 63 Prozent der Stimmen sprach es sich im Mai 2014 dafür aus, dass «Pädophile nie mehr mit Kindern arbeiten dürfen». Personen, die wegen Sexualdelikten an Kindern oder abhängigen Personen verurteilt werden, sollen also künftig für den Rest ihres Lebens keine berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit mit Minderjährigen oder Abhängigen mehr ausüben dürfen – unabhängig von den Umständen des Einzelfalls. Der Bundesrat hatte das absolute und unwiderrufbare Verbot bekämpft. Es sei in vielen Fällen unverhältnismässig und widerspreche dem entsprechenden Prinzip in der Bundesverfassung und der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK).

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