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Streit zwischen Bund und Radgenossenschaft beigelegt

Der Bund gibt seine Rücktrittsforderungen an den obersten Jenischen auf. Die Dachorganisation Radgenossenschaft erhält wieder Geld.

Anja Burri
Für das laufende Jahr vom Bund unterstützt: Fahrende in Bern.
Für das laufende Jahr vom Bund unterstützt: Fahrende in Bern.
Gian Ehrenzeller, Keystone

Es war ein ungewöhnliches Vorgehen: Im vergangenen September entzog das Bundesamt für Kultur (BAK) der Dachorganisation der Schweizer Fahrenden das Vertrauen. In einem Brief an die Radgenossenschaft forderte BAK-Chefin Isabelle Chassot einen kollektiven Rücktritt der gesamten Führungsriege der Radgenossenschaft. Nur so sei das BAK bereit, die Radgenossenschaft künftig finanziell abzusichern. Bisher erhielt die Dachorganisation vom Bund 260'000 Franken pro Jahr. Auslöser des für Bundesverhältnisse aussergewöhnlich harschen Schreibens waren mysteriöse Geldprobleme der Radgenossenschaft gewesen. In der Kasse der Organisation fehlten letztes Jahr trotz Bundesgeldern 120'000 Franken. Wie es dazu kommen konnte, war unklar. Ein Revisorenbericht stellte fest, dass unter anderem Lohnerhöhungen und Vorschüsse aus der Kasse getätigt wurden, obwohl dafür kein Geld vorhanden war.

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