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Strom für 9000 Haushalte auf dem Schwyberg

Der Kanton Freiburg macht einen grossen Schritt Richtung erneuerbare Energien. Die Behörden heissen ein Windpark-Projekt auf dem Gipfel des Schwybergs gut – auferlegen den Betreibern aber strenge Auflagen.

Die Freiburger Behörden lehnten bisherige Beschwerden ab: Visualisierung der Turbinen auf dem Kamm des Schwybergs.
Die Freiburger Behörden lehnten bisherige Beschwerden ab: Visualisierung der Turbinen auf dem Kamm des Schwybergs.
Schwyberg Energie AG
Freiburg will mit gutem Beispiel vorangehen: Die Windturbinen auf dem Schwyberg.
Freiburg will mit gutem Beispiel vorangehen: Die Windturbinen auf dem Schwyberg.
Schwyberg Energie AG
So soll der erste Windpark des Kantons dereinst aussehen: Visualisierung der 140 Meter hohen Windräder.
So soll der erste Windpark des Kantons dereinst aussehen: Visualisierung der 140 Meter hohen Windräder.
Schwyberg Energie AG
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Der Kanton Freiburg gibt grünes Licht für den geplanten Windpark auf dem Schwyberg. Die zuständige Behörde hat eine Zonenänderung gutgeheissen und sechs Beschwerden abgewiesen. Die Freiburger Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion sei sich der Auswirkungen der Windkraftwerke auf die Landschaft und die Fauna bewusst, schreibt die Behörde. Deshalb verlange man von der Gesuchstellerin, der Unternehmung Schwyberg Energie, die Verwirklichung von Ausgleichsmassnahmen. Die Verantwortlichen des Projekts müssen etwa Massnahmen zum Schutz der Vögel treffen.

Derzeit müssten die Behörden nach Alternativen zur Atomenergie suchen und die erneuerbaren Energien fördern, schreibt die Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion. Sie verweist auf den Willen des Bundes, mittelfristig aus der Atomenergie auszusteigen, und die 2009 verabschiedete neue Energiestrategie des Kantons Freiburg.

Mit gutem Beispiel voran

Der Kanton Freiburg wolle in diesem Bereich mit gutem Beispiel vorangehen und gebe deshalb grünes Licht zur Einzonung für den Windpark Schwyberg, heisst es in der Mitteilung weiter.

Gegen das Baubewilligungsgesuch für neun Windkraftwerke und die Schaffung einer Spezialzone auf dem Gebiet der Gemeinden Plaffeien und Plasselb wurden im Jahr 2009 insgesamt 11 Einsprachen eingereicht. Die Behörden der beiden Gemeinden wiesen die Einsprachen gegen die Einzonung ab, worauf die Einsprecher bei der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion Beschwerden einreichten.

Beschwerden beim Kantonsgericht möglich

Nun obliegt es dem Oberamtmann des Sensebezirks, über das Baubewilligungsgesuch zu befinden und die Einsprachen zu behandeln. Der Entscheid der kantonalen Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion kann mit Beschwerde beim Kantonsgericht angefochten werden.

Das Projekt der Schwyberg Energie sieht den Bau von neun 140 Meter hohen Windkraftwerken auf dem Gipfel des Schwybergs vor. Pro Jahr sollen 36 GWh produziert werden, was dem Verbrauch von 9000 Freiburger Haushalten entspricht.

SDA/kpn

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