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SVP brüskiert die BDP

SVP-Präsident Toni Brunner verweigerte bei den Von-Wattenwyl-Gesprächen BDP-Präsident Martin Landolt den Handschlag. Es war eine geplante Aktion.

Da arbeiteten sie noch zusammen: Toni Brunner (rechts) und Martin Landolt (links) mit den Parteipräsidenten von FDP und CVP bei einer Aktion während dem Gripen-Abstimmungskampf. (8. Mai 2014)
Da arbeiteten sie noch zusammen: Toni Brunner (rechts) und Martin Landolt (links) mit den Parteipräsidenten von FDP und CVP bei einer Aktion während dem Gripen-Abstimmungskampf. (8. Mai 2014)
Keystone

Bei den Von-Wattenwyl-Gesprächen zwischen dem Bundesrat und den Regierungsparteien kam es am Freitag in Bern zum Eklat: SVP-Präsident Toni Brunner verweigerte seinem BDP-Gegenüber Martin Landolt laut der «Sonntags-Zeitung» den Handschlag. Er kündigte dem Glarner Nationalrat überdies an, nicht mehr mit ihm zu reden oder zusammenzuarbeiten.

Die Aktion, die sowohl Landolt als auch Brunner bestätigen, erfolgte keineswegs aus einem Affekt. Sie war gemäss der«Sonntags-Zeitung» von der SVP geplant. Am Morgen vor den Gesprächen hatte sich Brunner mit seinem Fraktionschef Adrian Amstutz abgesprochen. Als dieser den Sitzungsraum im Von-Wattenwyl-Haus kurz nach Brunner betrat, liess auch er Landolt demonstrativ stehen.

«Nazivergleich müssen wir uns nicht bieten lassen»

Hintergrund der Aktion sind Aussagen von Landolt: Der BDP-Chef hatte Brunners Partei vor Wochenfrist vorgeworfen, eine «braune» Politik zu betreiben.

Landolts Äusserungen sind für Brunner Grund genug, der BDP die Koalitionsfähigkeit abzusprechen. «Einen Nazivergleich müssen wir uns nicht bieten lassen», sagt der SVP-Chef. «Damit vergleicht Landolt die SVP mit Massenmördern.» Für jemanden, der mit seiner Partei in der Regierung sitzen wolle, sei dies «unanständig und inakzeptabel», sagt Brunner. Jetzt verlangt der SVP-Chef eine Entschuldigung: «Landolt soll sich öffentlich entschuldigen, ansonsten habe ich mit so einem Menschen nichts mehr am Hut.»

Daran denkt Landolt nicht im Entferntesten: «Die SVP, die sonst ungehemmt mit Kraftausdrücken um sich wirft, soll jetzt nicht so dünnhäutig sein», sagt er gegenüber der «Sonntags-Zeitung». Im Übrigen halte er an seiner Aussage fest, die Politik der SVP habe braune Tendenzen.

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