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SVP sagt Parteitag wegen Coronavirus ab

Die Versammlung hätte mehr als 1000 Personen gezählt. Auch die Neuwahl des Präsidiums ist von der Absage betroffen.

SVP-Präsident Albert Rösti möchte im Frühling zurücktreten. Sein Nachfolger hätte am am 28. März in Basel gewählt werden sollen. Bild: Urs Flueeler/Keystone
SVP-Präsident Albert Rösti möchte im Frühling zurücktreten. Sein Nachfolger hätte am am 28. März in Basel gewählt werden sollen. Bild: Urs Flueeler/Keystone

Die SVP hat am Montag wegen des Coronavirus ihre Delegiertenversammlung vom 28. März in Basel abgesagt. Damit fällt auch die Wahl eines neuen Parteipräsidenten ins Wasser, wie die Partei am Montagabend mitteilte.

Ein Verschiebungsdatum war am Montag nicht bekannt. Wie die Partei am Abend in einem Communiqué mitteilte, folgt sie dem Verbot für Grossanlässe. Für die SVP habe die Gesundheit der Bevölkerung Vorrang.

Mit der Absage muss die SVP länger auf ihren neuen Präsidenten warten. In den Startlöchern für die Nachfolge von Albert Rösti steht bisher offiziell einzig der Zürcher Nationalrat Alfred Heer. Die Findungskommission unter der Leitung des ehemaligen Fraktionspräsidenten Caspar Baader behielt sich aber weitere Gespräche vor, da sich mehrere Anwärter gemeldet hätten.

Ein Favorit, der Schwyzer Nationalrat und Landwirt Marcel Dettling, hatte der Partei bereits vor den Gesprächen der Findungskommission eine Absage erteilt. Ohnehin gab es keinen grossen Ansturm für das Spitzenamt.

Der aktuelle Präsident und Berner Nationalrat Albert Rösti will wie geplant im Frühling von der Parteispitze zurücktreten. Den Schritt begründet er mit dem Misserfolg bei den Wahlen im Herbst 2019. Er sieht sich nicht als Restrukturierer. Die Parteigremien wollen gemäss Communiqué vom Montagabend eine allfällige Interimslösung «zu gegebener Zeit kommunizieren».

SP-Parteitag offen

Ob auch die SP ihren für den 4. und 5. April in Basel geplanten Parteitag absagt, war am Montag offen. Sowohl die SVP als auch die SP waren zunächst davon ausgegangen, ihre Parteiversammlungen mit den Wahlen der neuen Parteipräsidien wie vorgesehen abhalten zu können. Die Aargauer Kantonalpartei sagte am Montag jedenfalls ihr Hearing vom 12. März mit den beiden Kandidatenpaaren ab.

Bei der SP würden der amtierende Parteipräsident Christian Levrat und die Vizepräsidentinnen und -präsidenten bis zu einem neu angesetzten Termin im Amt bleiben. Den Delegierten stehen zwei Paare für ein Co-Präsidium zur Auswahl: Mattea Meyer (Nationalrätin ZH) und Cédric Wermuth (Nationalrat AG) sowie Priska Seiler Graf (Nationalrätin ZH) und Mathias Reynard (Nationalrat VS). Als Einzelkandidat stellt sich Martin Schwab (SP Nidau BE) zur Verfügung.

FDP sagt als erste Partei ab

Die FDP sagte ihre Delegiertenversammlung vom 4. April in Biel bereits am vergangenen Donnerstag ab. Sie begründete den Entscheid damit, dass die Regelungen im Kanton Bern strenger seien als jene des Bundes. Für das Generalsekretariat wären diese Direktiven schwer anwendbar für einen Anlass mit 300 bis 400 Personen. Als neuer Termin ist der 2. Mai provisorisch festgelegt worden.

Bis 15. März haben die Behörden in der Schweiz aufgrund des Coronavirus Anlässe mit mehr als 1000 Personen untersagt. Zu den Parteitagen von SP und SVP, bei der die neuen Parteipräsidenten gewählt werden sollten, wurden mehr als 1000 Delegierte, Gäste und Medienvertreter erwartet.

SDA/red

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