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SVP schliesst Antifeministen Kuhn aus

Mit seinen Äusserungen gegen emanzipierte Frauen hat es sich René Kuhn nun auch mit der SVP verscherzt. Die Partei schliesst den früheren SVP-Präsidenten der Stadt Luzern aus.

Die SVP schliesst Kuhn im Interesse der Schweiz aus: René Kuhn bei einer Rede vor der Interessengemeinschaft Antifeminismus (IGAF) am 30. Oktober.
Die SVP schliesst Kuhn im Interesse der Schweiz aus: René Kuhn bei einer Rede vor der Interessengemeinschaft Antifeminismus (IGAF) am 30. Oktober.
Keystone

René Kuhn, der sich den Kampf gegen emanzipierte Frauen aufs Banner geschrieben hat, ist aus der SVP der Stadt Luzern ausgeschlossen worden. Sein Engagement habe sich in eine Richtung entwickelt, das sich nicht mit den Zielen der Stadtpartei vereinbaren lasse.

Die Parteileitung habe den Ausschluss nach langer und sorgfältiger Abwägung aller Argumente beschlossen, heisst es in einer Mitteilung der SVP vom Freitag. Der Entscheid sei im Interesse der Partei gefallen.

Bekannt für seine Verbalattacken

Kuhn war früher selbst Präsident der SVP der Stadt Luzern und politisierte für diese auch im Stadtparlament. Er gehörte ferner der Geschäftsleitung der SVP des Kantons Luzern und dem Zentralvorstand der SVP Schweiz an.

Das einstige Mitglied der Freiheits-Partei war bekannt dafür, verbal gerne auszuteilen. Im Sommer 2009 überspannte er den Bogen, als er sich abschätzig über die Frauen in der Schweiz äusserte. Unter dem Druck der Öffentlichkeit trat er von seinen Ämtern zurück. Im April gründete er die IG Antifeminismus, die im Herbst ein «internationales Antifeminismus-Treffen» durchführte – an einem geheimen Ort wegen eingegangener Drohungen.

SDA/ske

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