SVP versus Superman

Skandal des Jahrzehnts: Der Fall von Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand im Rückblick.

Philipp Hildebrand, als Nationalbankchef Gegenspieler Christoph Blochers. Foto: Sophie Stieger

Philipp Hildebrand, als Nationalbankchef Gegenspieler Christoph Blochers. Foto: Sophie Stieger

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Zwei Freunde, die keine mehr sind, sehen sich am kommenden Mittwoch vor dem Bezirksgericht Zürich wieder. Sie müssen sich für ihre Rolle im Fall Hildebrand verantworten, der nun für die Justiz nur noch der Fall Reto T. und Hermann Lei ist. Die Grossen liess man laufen, musste man, findet die Staatsanwaltschaft – aber hängt man nun die Kleinen? Philipp Hildebrand und dessen grosser Gegenspieler Christoph Blocher sind fein raus. Angeklagt sind ein Ex-Bankmitarbeiter, damals in tiefer Kaderstufe bei Sarasin, sowie ein Thurgauer Anwalt und SVP-Kantonsrat.

Sie brachten ihn zu Fall: E-Mails zwischen Hildebrand und der Bank Sarasin. Foto: Michael Buholzer (Reuters)

Die beiden könnten stolz sein auf das, was sie erreichten, denn sie haben Verfehlungen in einem höchst sensiblen Staatsbereich aufgezeigt. Ihretwegen wurden Kontrollmechanismen verbessert und völlig unzulängliche Reglemente angepasst. Doch ihr Leben geriet aus der Bahn. Die Beschuldigten wollen sich nicht zu den Vorwürfen äussern, gegen die sie sich wehren. Justizunterlagen ermöglichen es aber, nachzuzeichnen, wie sie und zwei weitere SVP-Mitglieder den finanzpolitischen Superman der Schweiz zu Fall bringen konnten.

Erster Akt: Im City-Hochhaus

10. Oktober 2011, Talackerstrasse 50, Zürich, City-Hochhaus, Reto T. ist an sein Pult zurückgekehrt bei der Privatbank Sarasin. Bis zu diesem Tag ist es mit dem Thurgauer, damals 39-jährig, beruflich aufwärtsgegangen, nicht rasant, aber stetig. In sieben Jahren bei Sarasin hat er es zum Prokuristen gebracht und zum Assistant Vice President, was nach mehr klingt, als es ist, Funktionsstufe 4.2.

Doch bald wird es rasant abwärtsgehen. Der Arbeitgeber nimmt «Hintergrundabklärungen» zu Reto T. vor. Resultat: «aufgrund seiner Emotionalität kein einfach zu führender Mitarbeiter». Dies meldet die Bank der Staatsanwaltschaft. T. selbst wird dort von den «Emotionen» berichten, in den letzten Wochen im Handelsraum der Bank. Immer wieder, «zum Beispiel beim Kaffee», seien Transaktionen von Hildebrand diskutiert worden, das habe ihn und andere nicht mehr losgelassen. Insbesondere ihn. Für T. war der gefeierte Präsident der Nationalbank der Mann, der mit seiner Geldpolitik die Wirtschaft schwächte. Insofern passte der Prokurist gut in die SVP, der er erst ein Jahr zuvor beigetreten war. In der Partei verachteten viele Hildebrand so, wie T. heute die SVP verachtet.

Philipp Hildebrand erklärt seinen Rücktritt.

Doch was genau hat Hildebrand mit seinem Sarasin-Konto gemacht? Das fragt sich T. am 10. Oktober 2011, bevor er dessen siebenstellige Business-Partner-Nummer, die ihm ein Bürokollege zuruft, in den Computer tippt. Die Daten des Nationalbankpräsidenten sind nicht geschützt. Auf dem Konto waren im Spätsommer 2011 Devisentransaktionen getätigt worden – in jenen Tagen, als die SNB den Euromindestkurs fixierte. Der Gewinn aus der Spekulation betrug über 70 000 Franken. Der Herrscher über den Wechselkurs, so macht es den Anschein, hat sich mit Insiderinfos bereichert. Reto T. fertigt drei Printscreens an, Aufnahmen des Bildschirms, «um es in Ruhe ansehen zu können, und ich wollte die Maske nicht lange offen haben». Was nun? Reto T. könnte die fragwürdigen Geschäfte intern melden. Doch das tut niemand. «Keinem der in diese Gespräche einbezogenen Mitarbeiter kam es in den Sinn, die bankinterne Compliance-Stelle zu kontaktieren», wird sich Sarasin in einem Bericht an die Finanzmarktaufsicht verwundert zeigen. Die Bank kündigt an, sie werde die internen Whistleblower-Regeln verbessern.

Zweiter Akt: In der Kanzlei

Am 4. November 2011 in aller Früh schreibt T. an Hermann Lei, einen ehrgeizigen SVP-Kantonsrat aus dem Thurgau, dessen Vater FDP-Regierungsrat war: «Dürfte ich dann um 8.15 Uhr kurz zu dir ins Büro kommen? Es geht 5 Min. o. k., mehr nicht. Erwarte nichts Schlimmes, bitte, im Gegenteil.» Lei willigt ein. T. kommt in die Kanzlei, zeigt die Printscreens. «Ich habe gedacht», wird Lei aussagen, «das kann ja nicht sein.» Er legt die Printscreens in ein Couvert, versiegelt es behelfsmässig, T. unterschreibt. «Eigentum von Reto T. Darf nur mit seiner Einwilligung geöffnet werden.»

T. und Lei kennen sich seit dem Kindergarten, der Anwalt hat T. zuletzt auch in einem Stalking-Fall erfolgreich juristisch vertreten. Vor dem Zürcher Bezirksgericht wird das Verhältnis der beiden in der Hildebrand-Sache eines der Themen sein – wobei verkomplizierend dazukommt, dass Reto T. als Ghostwriter für den Nicht-Finanzpolitiker Lei ausgerechnet zwei überaus kritische Artikel über Hildebrand verfasst hat. Erschienen sind die Texte unter Leis Namen und auf Leis Blog. Mit dem Kurzbesuch an jenem Novembermorgen, so erinnert sich Lei, habe Reto T. beweisen wollen, dass er recht gehabt habe «und dieser Mann ein Sicherheitsrisiko für unser Land sei».

Die Chronologie zum Fall Hildebrand.

Drei Tage später schreibt Lei T.: «Ich bin der Ansicht, dass man in der Sache etwas machen muss. Das Einzige, was mich zurückhält, ist, ob es ohne Schaden für dich ausgeht.» Fast einen Monat lang werden Optionen geprüft, verworfen, geprüft, verworfen. Vor allem Reto T. weiss, dass die Sache für ihn gefährlich werden kann. Er kauft sogar Funkgeräte, gibt eines davon Lei, für abhörsichere Notfallgespräche. Die beiden benutzen in E-Mails Pseudonyme: Aus Hildebrand wird Hugentobler, und da ist auch noch ein ominöser Chef.

Reto T. treibt die Sache um, am 28. November geht er auf einen zweiten «uralten Kollegen», den Zürcher SVP-Kantonsrat Claudio Schmid zu, mit dem er im KV war und der ein Wirtschaftsforensikstudium angehängt hat. Am selben Tag schickt Lei T. einen Link zu einem Artikel über die Stärkung der Rechte von Whistleblowern. Am Tag darauf, am 29. November 2011, schiebt er die Frage nach: «Wenn du willst, frage ich den Chef bez. gemeinsames Gespräch.» T. antwortet: «Okay, gerne!»

Dritter Akt: In der Blocher-Villa

3. Dezember 2011, kurz vor 9 Uhr, Villa Blocher, Herrliberg. Zwei Besucher fahren vor: Hermann Lei und, so der Hausherr, ein Mann in «tiefer innerer Empörung und Zerrissenheit darüber, dass der Nationalbankpräsident in einem solchen Interessenkonflikt Währungs- und Aktiengeschäfte macht». «Ich dachte mir», wird Christoph Blocher weiter aussagen, «vielleicht ist nichts dran, und es ist nach 15 Minuten fertig.» Es werden aber über vier Jahre Strafuntersuchung daraus gegen den lange mächtigsten Politiker der Schweiz und seine beiden Gäste, denen Blocher, im Helly-Hansen-Jäckchen, Kaffee serviert an jenem Adventssamstag. Zentrale Frage im Verfahren wird sein, wer in dem zweistündigen vertraulichem Gespräch bei Blocher was wie sagte und meinte. Zum wenigen Unbestrittenen wird gehören, dass Lei das versiegelte Couvert aus der Jackentasche genommen und den Inhalt präsentiert hat.

«Ich dachte mir, vielleicht ist es nach 15  Minuten fertig.»Christoph Blocher, SVP-Übervater

Blocher hatte bereits 2010 Hildebrands Rücktritt gefordert. Jetzt ist er aufgewühlt, weil er es – so seine Erinnerung – «nicht für möglich hielt, dass ein SNB-Präsident das tut». Der SVP-Übervater, der SVP-Kantonsrat und das SVP-Basismitglied diskutieren Varianten, wie mit den explosiven Informationen umzugehen sei, gehen aber auseinander, ohne einen Plan zu haben. Gestritten wird später über die Frage, ob Blocher T. einen Job anbot für den Fall, dass er auffliege und entlassen werde. «Dummes Zeug», wird Blocher zu diesen Aussagen von T. sagen.

Wie weiter? Das bleibt die grosse Frage, um die es in unzähligen E-Mails zwischen Lei und T. geht. Schon am Tag der Unterredung geht es los. «Ich tat das nicht als Whistleblower (der ich nie sein wollte und nicht sein will), sondern als Mann, der euch politisch nahesteht», schreibt T. Am Tag danach schickt er sogar eine Hasstirade gegen Blocher an Lei, die in der Warnung gipfelt: «Fertig – der Fall ist beendet» und «kommt nicht auf die Idee, jetzt Pirat zu spielen». Nur 25 Minuten später das nächste Mail, moderater im Ton: Sie hätten sich ja bislang gut verstanden, aber jetzt versuche jeder, «das Kapital aus der Sache nur für eigene Zwecke zu missbrauchen», doch für ihn gebe es nur einen Weg: «Die Variante, über ein offizielles Gremium die Offenlegung zu verlangen, ist sehr gut, korrekt und ohne Risiken. Wer diese nicht stützt, ist nicht mein Freund, und dafür stehe ich nicht zur Verfügung.» Der Fall sei erledigt, «die Daten werden vernichtet». Hermann Lei wird aussagen, dies seien «­Cover-your-ass-Mails» gewesen, mit denen sich Reto T. habe schützen wollen.

Vierter Akt: Im Bundeshaus

Am 5. Dezember 2011 fängt Blocher Micheline Calmy-Rey im Bundeshaus ab. «Die Bundespräsidentin erschrak», wird Blocher aussagen, «sie sagte unverzüglich, das sei eine für die Schweiz peinliche Angelegenheit, insbesondere gegenüber dem Ausland.» Die Bundespräsidentin wird in einer vertraulichen Notiz zur «Affäre Hildebrand» festhalten, der Nationalrat habe sie über Börsenaktivitäten des SNB-Präsidenten orientiert.

Just am Tag, an dem Blocher Calmy-Rey anspricht, holt Reto T. das Couvert mit den Printscreens im Milchkasten bei Lei ab. Er habe die Printscreens verbrannt, daheim, in einem Ikea-Kübel, «und schmiss die Asche in den Garten».

Doch die Printscreens sind – anders als Reto T. glaubt – nicht aus der Welt geschafft. Lei hat Kopien gemacht, er schwärzt mit Filzstift und Tipp-Ex einzelne Angaben und mailt die Unterlagen am 8. Dezember an Blocher. Betreff: Unser Freund. Am 15. Dezember kommt es zu einem weiteren Treffen mit Calmy-Rey, beigezogen wird ein Bankunterlagenspezialist des Bundesamts für Polizei. Blocher legt ihm drei Kopien mit Kontoauszügen vor, die auf Philipp Hildebrand lauten, aber «von schlechter Qualität» sind, wie Calmy-Rey festhält. Der Spezialist kann die Authentizität nicht bestimmen, obwohl Blocher eine Lupe mitgebracht hat.

«Ich bin der Ansicht, dass man in der Sache etwas machen muss.»Hermann Lei, SVP-Kantonsrat Thurgau

Am 23. Dezember 2011 gehen im City-Hochhaus in Zürich die «Emotionen hoch» – so erinnert sich Reto T. an einen seiner letzten Arbeitstage bei Sarasin. Wie aus heiterem Himmel hat der Bankrat der Nationalbank ein Communiqué verschickt, das niemand versteht, der die Hintergründe nicht kennt. Titel: «Gerüchte gegen den Präsidenten des Direktoriums erwiesen sich als haltlos». Kernsätze aus der «Vertuschungsmeldung», wie es Lei nennen wird: «Die vertieften Prüfungen (. . .) haben bestätigt, dass keine unzulässigen Transaktionen vorgenommen wurden und kein Missbrauch von privilegierten Informationen erfolgt ist.» Eine Transaktion habe sich als «besonders prüfenswert» erwiesen: «Die Frau von Philipp Hildebrand hatte am 15. August 2011 eine Fremdwährungstransaktion getätigt.» Hildebrand habe das Geschäft aber, als er es bemerkte, «am nächsten Tag unverzüglich dem Compliance-Verantwortlichen der Nationalbank gemeldet». Die Mitteilung endet mit der Androhung von «rechtlichen Schritten gegen Dritte».

Reto T. wird nervös. Betrifft der Schlusssatz ihn? Im Thurgau, aber auch in Herrliberg stehen turbulente Weihnachtstage an. Reto T. wird noch nervöser, als Blocher ihm und Lei am kommenden Tag am Telefon einen «Blick»-Text mit dem Titel «Stolpert Hildebrand über seine schöne Frau?» vorliest. Zusammen mit Claudio Schmid will er herausfinden, woher die Boulevard-Redaktion die Informationen hat, doch ein Treffen mit zwei Reportern, bei dem er eine Mütze über den Kopf zieht, verläuft für beide Seiten frustrierend.

Am 27. Dezember 2011 fährt Lei erneut nach Herrliberg, dieses Mal allein, zu einem zweiten «konspirativen Treffen», wie es die Staatsanwaltschaft nennt. Blocher legt ihm ans Herz, einen Journalisten der «Weltwoche» mit Informationen zu bedienen, um die Sache etwas zu «beflügeln», wie sich Lei erinnert. Als Blocher selber ins Visier der Justiz gerät, schwächt Lei diese Aussage ab.

Christoph Blocher zu Hildebrands Rücktritt.

In den letzten Tagen des Jahres trifft er sich öfter mit Reto T., einmal im Café, zweimal gehen sie in einem Wäldchen bei Frauenfeld spazieren. Lei überreicht T. einen USB-Stick mit einer anonymen Anzeige gegen Hildebrand, die der Sarasin-Angestellte ergänzen und abschicken soll. Als T. dies nicht tut, macht es Lei selber. Lei will T. überzeugen, dass es das Beste wäre, wenn T. der «Weltwoche» ein Interview gäbe. T. lehnt ab, Lei tut es selber. Er wird sich damit rechtfertigen, er habe im Einvernehmen mit T. gehandelt, der ihn über Wochen belagert habe, «mit dem berechtigten Wunsch, diesen unglaublichen Vorfall aufzudecken». T. wird sagen, er sei von Lei hintergangen worden, der die Macht «geil» gefunden habe, «als Regionalpolitiker den Drachentöter zu spielen».

In der Neujahrsnacht liest Reto T. «erschreckende Details», wie er findet, aus der «SonntagsZeitung». «Blocher schwärzte Nationalbankchef an», heisst es dort. Und: «Der SVP-Stratege übergab am 15. Dezember gestohlene Bank-Sarasin-Belege über Transaktionen der Familie Hildebrand an die Bundespräsidentin Calmy-Rey.» Die «NZZ am Sonntag» publiziert gleichentags praktisch dieselben detailreichen Informationen, inklusive Bankname und Hinweis auf eine «Neuauflage der Kampagne» Blochers gegen Hildebrand.

Um etwa 7 Uhr in der Früh des Neujahrstages betritt T. die Haupthalle der Kantonspolizei Zürich. Er sagt, so wird protokolliert, er wolle einen Missstand melden, keine Anzeige machen: «Es besteht die Möglichkeit, dass der Präsident der SNB sein berufliches Wissen für ein privates Insidergeschäft nutzte.» T. versucht, seinen Vorgesetzten zu erreichen, der am 2. Januar zurückruft. Am 3. Januar 2012 muss T. bei der Sarasin-Compliance am Hauptsitz in Basel antraben, wo er alles auf den Tisch legt, sich entschuldigt und fristlos entlassen wird. Die Bank stellt ihm eine Psychologin zur Seite.

Am Tag darauf schreibt Lei T. ein SMS: «Chef hat sich gemeldet. Er werde schauen, dass du eine Stelle hast. Sollst mal eine Art Bewerbung senden, dass er weiss, was du kannst.»

Fünfter Akt: Im Gerichtssaal

Bei der Zürcher Staatsanwaltschaft läuft Operation Basilea an. Gegen T. wird eine Strafuntersuchung eröffnet, später auch gegen Lei, Schmid und, nach einem Entscheid, den Oberstaatsanwalt Andreas Brunner in Sitzungen mit den zuständigen Staatsanwälten vorantreibt, gegen Blocher. Gegen Hildebrand werden Ermittlungen gar nicht erst aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft nimmt den umstrittenen Standpunkt ein, der Insidertatbestand umfasse keine Devisendeals.

Am 5. Januar 2012 wird das Haus von T. durchsucht. Am selben Tag publiziert die «Weltwoche» Kontounterlagen Hildebrands. Ob die Daten identisch seien mit jenen, die er besessen habe, will der Staatsanwalt von T. wissen. «Ja, absolut», lautet die Antwort. «Ich fasse es fast nicht. Es ist unglaublich!» Gleichentags tritt Hildebrand vor die Presse und sagt: «Rückblickend habe ich ganz klar Fehler gemacht, das bedaure ich auch. Ich habe aber stets regelkonform gehandelt.» Die umstrittenen Transaktionen habe seine Frau eigenmächtig ausgelöst. Doch ein E-Mail von Sarasin wird öffentlich: Der Nationalbankpräsident sei in den Entscheid involviert gewesen. Philipp Hildebrand tritt zurück. Dann wird ermittelt – bis Anfang 2015 das Strafverfahren gegen Schmid eingestellt wird und Ende 2015 jenes gegen Blocher.

Aus dem Megaskandal wird ein mediokrer Straffall, in dem die Staatsanwaltschaft wegen Verletzung des Bankgeheimnisses eine Freiheitsstrafe von zwölf Monaten für T. fordert und für Lei wegen Gehilfenschaft dazu 150 Tagessätze à 110 Franken, beides bedingt. Am Mittwoch kommt es vor Bezirksgericht zum Showdown zwischen den zwei einstigen Freunden.

Erstellt: 25.03.2016, 19:15 Uhr

In Zahlen

994'800 CHF
Als Philipp Hildebrand Präsident der Nationalbank war, beliefen sich seine Jahreseinkünfte auf fast eine Million. Zudem versteuerten er und seine damalige Gattin Kashya Hildebrand über 2,8 Millionen Franken Vermögen.

Rund 70'000 CHF
Betrug der Gewinn aus den Dollar-Deals, die Philipp Hildebrand zu Fall brachten.

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