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SVP will viele Statistiken «restlos streichen»

Zu teuer, zu ungenau, unnütz – die SVP schiesst gegen das Bundesamt für Statistik und verlangt die Halbierung von Budget und Personal.

Will die Gelder für das Bundesamt für Statistik kürzen: SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz. (18. Juni 2015)
Will die Gelder für das Bundesamt für Statistik kürzen: SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz. (18. Juni 2015)
Lukas Lehmann, Keystone

Mit 770 Angestellten verschlinge das Bundesamt für Statistik (BFS) «Abermillionen von Steuergeldern», kritisiert SVP-Fraktionspräsident Adrian Amstutz im «Blick». Gemäss Geschäftsbericht sind es 164 Millionen Franken. Etwas mehr als die Hälfte seien Personalkosten.

Die SVP arbeitet an einem Vorstoss, der auf das Statistikamt des Bundes zielt. «Wir verlangen eine Halbierung von Personal und Budget», sagt Amstutz im «Blick». Dafür soll ein grosser Teil der Statistiken «restlos gestrichen» und die «wirklich notwendigen auf das Allerwesentlichste entschlackt» werden.

Unterstützung vom Gewerbeverband

Von den BFS-Umfragen würden weder Wirtschaft noch Bevölkerung wirklich profitieren. Dazu seien sie ungenau, da die meisten Umfragebögen mangels Zeit nur «Handgelenk mal Pi» ausgefüllt würden. Auf Grund fehlerhafter Umfragen beschliesse die Politik dann Gesetze. «Es ist ein irreführender Teufelskreis», so Amstutz weiter. Unterstützung bekommt die SVP vom Gewerbeverband. Vor allem kleinere Unternehmen würden unter den Umfragen leiden.

Das Bundesamt für Statistik verteidigt seine Arbeit. Man versuche mit einfacheren Meldeverfahren und elektronischer Datenlieferung die Unternehmen zu entlasten. Eine Sprecherin sagt im «Blick», die Unternehmen seien «gesetzlich dazu verpflichtet, korrekt Auskunft zu geben». Das BFS nehme Kontakt zu den Firmen auf, sobald man Unstimmigkeiten feststelle.

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