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SVP-Nationalrat wegen brachialen Fahrstils gebüsst

Yves Nidegger, Nationalrat aus dem Kanton Genf, wurde nach einem Zwischenfall mit einem Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe verurteilt.

Sitzt seit 2007 im Nationalrat: Yves Nidegger.
Sitzt seit 2007 im Nationalrat: Yves Nidegger.
Keystone

Der Genfer SVP-Nationalrat Yves Nidegger ist am Freitag vom Genfer Polizeigericht wegen einfacher Verletzung des Strassenverkehrsgesetzes zu einer Busse von 1500 Franken verurteilt worden. Die ursprüngliche Strafe wurde damit reduziert.

«Ich gebe zu, dass ich leichtsinnig war», sagte Nidegger am Freitag zu einem Bericht der Zeitung «Le Temps». Demnach war Nidegger im Juli 2012 mit dem Auto bei einem Kreisel in der Nähe des Bahnhofs Cornavin in Genf in einem Stau eingeklemmt. Auf der Strasse waren Arbeiten im Gang, und der Verkehr wurde von Mitarbeitenden der Genfer Verkehrsbetriebe (TPG) geregelt.

Nach einer gewissen Zeit wollte Nidegger mit dem Wagen umkehren. Dieses Manöver war allerdings nicht gestattet, weshalb sich ein TPG-Mitarbeiter vor dem Wagen des Nationalrates in den Weg stellte. Nydegger missachtete diese Vorwarnung und erzwang die Fortsetzung der Fahrt, indem er den Mann touchierte.

In einer Notlage

Nidegger begründete sein Vorgehen mit einer Notlage. Er habe sich in falscher Richtung auf einer Busspur befunden. Wenn er sich aus dieser misslichen Lage nicht hinaus manöveriert hätte, wären unter Umständen noch grössere Verkehrsprobleme entstanden. Der TPG-Mitarbeiter hatte laut Nidegger nur einen blauen Fleck. Seine Strafanzeige gegen Nidegger zog er im Verlauf des Verfahrens zurück.

Der Genfer Generalstaatsanwalt Oliver Jornot brummte Nidegger laut «Le Temps» per Strafbefehl eine bedingte Strafe von 60 Tagen Busse und eine Busse von 3300 Franken auf. Dagegen erhob Nidegger Einspruch, weshalb der Fall schliesslich automatisch vor Polizeigericht kam. Dieses reduzierte die Strafe und sprach Nidegger vom Vorwurf der Nötigung und der schweren Verletzung des Strassenverkehrsgesetzes frei.

SDA/ldc

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