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SVP-Präsidium: Alfred Heer ist vorerst der einzige Kandidat

Offiziell am Posten interessiert ist bislang nur der Blocher-kritische Zürcher Nationalrat. Ambitionen hat scheinbar aber auch Andreas Glarner.

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Nationalrat und Kleinunternehmer Alfred Heer: Mit seiner eher unkonventionnellen Persönlichkeit steht er nicht zuvorderst in der Gunst der SVP-Parteileitung. Foto: Dominique Meienberg
Nationalrat und Kleinunternehmer Alfred Heer: Mit seiner eher unkonventionnellen Persönlichkeit steht er nicht zuvorderst in der Gunst der SVP-Parteileitung. Foto: Dominique Meienberg

Der Zürcher SVP-Nationalrat Alfred Heer bleibt vorerst einziger offizieller Anwärter auf die Nachfolge von Albert Rösti als Parteipräsident der SVP Schweiz. Die Eingabefrist läuft am 1. Februar ab. Findungskommissionspräsident Caspar Baader will nächste Woche informieren.

Per Post übermittelte Kandidaturen könnten bis am Montag, 3. Februar, bei der Findungskommission eintreffen, erklärte Baader am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Anschliessend will die Kommission «voraussichtlich» die gemeldeten Kandidaten bekanntgeben. Ab Mitte Februar werden laut Baader die Gespräche mit den Bewerbern geführt.

Am Dienstag hatte die Parteileitung der Zürcher SVP Heer als bisher einzigen Bewerber offiziell bei der Findungskommission angemeldet. Heer habe die SVP des Kantons Zürich während sieben Jahren sehr erfolgreich geführt. Sein Leistungsausweis lasse sich sehen, während Heers Präsidium sei die Kantonalpartei bestens aufgestellt gewesen.

Die Suche nach einem Nachfolger für Rösti gestaltet sich schwierig. Für das zeitintensive und unbezahlte Amt hagelte es seit Dezember reihum Absagen. Abgewinkt haben namentlich die Bündner Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher, Fraktionschef Thomas Aeschi (ZG) und die Thurgauer Nationalrätin und Unternehmerin Diana Gutjahr.

Aus dem Rennen genommen haben sich diese Woche auch der Zürcher Nationalrat und Banker Thomas Matter und Werner Salzmann, Berner Ständerat und Präsident der bernischen SVP (zum Bericht).

Warten auf Glarner

Ebenfalls Forfait gab mit Marcel Dettling einer der meistgenannten Anwärter auf das SVP-Präsidium. Im «Einsiedler Anzeiger» erklärte der Schwyzer Nationalrat und Landwirt am Freitag, von ihm gebe es keine offizielle Kandidatur.

Seine Obwaldner Ratskollegin Monika Rüegger teilte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit, sie wolle das Parteiamt auch nicht. Der frischgebackene Aargauer SVP-Kantonalpräsident und Nationalrat Andreas Glarner hingegen liess noch Ambitionen durchblicken.

Sollte Heer einziger Bewerber bleiben, steht längst nicht fest, ob ihn die Partei tatsächlich offiziell portieren wird. Sollte er den Ansprüchen der Kommission nicht genügen, könnte diese durchaus eigene Vorschläge machen.

Neben Baader als Präsident gehören der Findungskommission alt Regierungsrat Ernst Hasler (AG), Fraktionspräsident Thomas Aeschi, Nationalrat Jean-Pierre Grin (VD), Regierungsrätin Michèle Blöchliger (NW), alt Nationalrat Toni Brunner (SG) sowie der ehemalige SVP-Generalsekretär Martin Baltisser an.

Die Wahl der neuen Präsidentin oder des neuen Präsidenten der SVP Schweiz findet dann an der ordentlichen Delegiertenversammlung der SVP Schweiz vom 28. März in Basel statt.

(SDA)

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