Zum Hauptinhalt springen

SVP-Werber soll Waffeninitiative bodigen

Er kreierte für die SVP die Schäfchenplakate und kämpft nun auf der Seite des Komitees gegen die Waffeninitiative: Der deutsche Werber Alexander Segert appelliert dabei an Schweizer Werte.

Hat keine Angst vor provokativen Sujets: Werber Alexander Segert.
Hat keine Angst vor provokativen Sujets: Werber Alexander Segert.
Dominique Meienberg
Mit zerdrückten Lampions gegen die Waffeninitiative. Abstimmungsplakate in Bern.
Mit zerdrückten Lampions gegen die Waffeninitiative. Abstimmungsplakate in Bern.
Keystone
Schwarze Schafe sollen raus: Plakat von Segert in Lausanne.
Schwarze Schafe sollen raus: Plakat von Segert in Lausanne.
Keystone
1 / 5

Das überparteiliche Komitee gegen die Waffeninitiative setzt ebenso wie die Initianten auf Emotionen: Ein geschundener 1.-August-Lampion soll darauf hinweisen, dass die Initiative Schweizer Werte gefährde. Die Kampagne trägt die Handschrift des SVP-Werbers Alexander Segert. Das Komitee habe sich für den Vorschlag des SVP-Werbers und dessen Agentur Goal entschieden, bestätigte Jakob Büchler, CVP-Nationalrat und Co-Präsident des Komitees, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Segert konzipierte für die SVP unter anderem die Kampagnen für die Ausschaffungsinitiative mit den Schäfchenplakaten oder die Anti-Minarett-Initiative mit der Burka-Trägerin. Wie damals spielt der Wertezerfall eine zentralle Rolle: Wenn die Armeewaffen nicht mehr zu Hause aufbewahrt werden dürften, bröckle das System der Eigenverantwortung und des Vertrauens in die Bürger, warnt das überparteiliche Komitee gegen die Waffeninitiative.

«Wenn Sie beginnen, Waffen einzusammeln, dann heisst das, Sie haben Angst vor dem Volk», sagte etwa die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann vor den Medien in Bern. Die Initiative «Ja zum Schutz vor Waffengewalt» unterlaufe die Eigenverantwortung der Schweizer Bevölkerung, doppelte der St. Galler CVP-Nationalrat Jakob Büchler nach.

Die finanziellen Mittel bleiben ein Geheiminis

Wie viel Geld für die Kampagne gegen die Initiative «Ja für den Schutz vor Waffengewalt» zur Verfügung steht, wollte der Kampagnenleiter des Vereins gegen die Waffeninitiative, Hans-Peter Wüthrich, nicht sagen. Offiziell verfügt der Verein mindestens über 975'000 Franken. Soviel zahlten die rund 65'000 lizenzierten Schützen während drei Jahren für den Abstimmungskampf ein.

Die Initianten verfügen über deutlich weniger Mittel: Die Dachorganisationen des Initiativkomitees stellten insgesamt 50'000 Franken bereit, hiess es beim Initiativkomitee auf Anfrage. Zusätzliche Gelder sollen durch Spenden zusammenkommen. Auch die Befürworter der Initiative setzen auf emotionale Werbung: Auf ihren Plakaten ist ein angeschossener Teddybär zu sehen.

SDA/miw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch

Mehr zum thema