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Swiss streicht für Montag 380 Flüge

Nachdem das Flugverbot bis morgen Montag, 14 Uhr, verlängert wurde, bleiben die Swiss-Maschinen weiter am Boden – der wirtschaftliche Schaden wächst.

Nichts geht mehr: Passagiere am Samstag am Flughafen Zürich.
Nichts geht mehr: Passagiere am Samstag am Flughafen Zürich.
Sophie Stieger

Die Fluggesellschaft Swiss streicht morgen Montag alle Langstreckenflüge ab und in die Schweiz sowie alle Europaflüge bis 20 Uhr. Grund dafür ist die Sperrung des Schweizer Luftraums bis 14 Uhr morgen Montag. Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel betonte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA die Sicherheit: Bei der Swiss gelte «safety first». Betroffen sind am Montag 380 Swiss-Flüge, erklärte Donzel weiter. Ob die Europaflüge nach 20 Uhr abheben können, entscheide die Swiss am Montagmittag.

Für Sonntag annullierte die Swiss 400 Flüge mit rund 45'000 Reservationen. Nach wie vor seien alle Langstreckenjets im Ausland blockiert, sagte Donzel. Alle Europaflieger stünden in der Schweiz.

«Keine Änderung»

Das Bundsamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hatte die Luftraumsperre über der Schweiz am Sonntagmittag wegen der Aschewolke bis am Montag um 14 Uhr verlängert. «Wir haben feststellen müssen, dass die Wetterlage aufgrund der Prognosen keine Änderung erwarten lässt», sagte ein Sprecher des Bazl gegenüber Schweizer Radio DRS.

Das Bazl werde die Lage weiterhin beobachten und spätestens am Montagvormittag über weitere Entscheide informieren. Von der Sperre betroffen ist vor allem die kommerzielle Luftfahrt. Der Luftraum in grosser Höhe ist ab 11'000 Meter über Meer freigegeben.

Heftige Kritik von Airlines

Bertrand Stämpfli, Sprecher des Genfer Flughafens, hatte am Morgen gesagt, der Luftraum bleibe bis 8 Uhr am Montag geschlossen. Er habe die Information nach eigenen Angaben vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) erhalten. Er habe mit seiner offensiven Information verhindern wollen, dass sich die Passagiere zum Flughafen begeben.

Am Sonntagmorgen war von den Fluggesellschaften heftige Kritik an den europäischen Behörden laut geworden: Das Flugverbot basiere lediglich auf einer Computersimulation. Auch die Airlines KLM und Lufthansa hatten nach Testflügen keinerlei Schäden festgestellt.

SDA/oku

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