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Tausende «Tote» können anstrengend sein

Ein schweres Erdbeben im Grossraum Basel. Tausende Tote und verheerende Schäden an Häusern. So lautet das Szenario einer riesigen internationalen Katastrophenübung in Kriens LU. Ein Augenschein.

An der SimEX 2011 treffen sich internationale Such- und Rettungsteams: Xie Xiaofeng und Nianfa Wang aus China, mit ihrem Übersetzer Simon Hürlimann. (5. Oktober 2011)
An der SimEX 2011 treffen sich internationale Such- und Rettungsteams: Xie Xiaofeng und Nianfa Wang aus China, mit ihrem Übersetzer Simon Hürlimann. (5. Oktober 2011)
Sigi Tischler, Keystone
Simulierter Einsatz mit Suchhund: das Schweizerteam. (5. Oktober 2011)
Simulierter Einsatz mit Suchhund: das Schweizerteam. (5. Oktober 2011)
Sigi Tischler, Keystone
Warten auf den Einsatz: Der Schweizer Ivo Cathomen mit seinem Hund Uma de Daval. (5. October 2011)
Warten auf den Einsatz: Der Schweizer Ivo Cathomen mit seinem Hund Uma de Daval. (5. October 2011)
Sigi Tischler, Keystone
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An der grossangelegten Übung in Kriens LU nehmen Vier- bis Sieben-Personen-Teams aus Deutschland, Jordanien, den USA, Kolumbien, Österreich, Tschechien, Grossbritannien, China, Indien und der Schweiz sowie ein internationales UNO-Team teil, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilt.

Die Teams trainieren mit der aus internationalen Spezialisten bestehenden Übungsleitung Such- und Rettungsmethoden, den Austausch mit der lokalen Bevölkerung sowie mit den kantonalen und nationalen Behörden. Geübt werden auch die bei einem internationalen Grosseinsatz notwendigen Managementprozesse von der Alarmierung bis zur Demobilisierung.

Der grösste Teil der Übung wird virtuell durchgeführt. Der operative Teil findet unter anderem am Flughafen Zürich statt. Dort werden der Empfang, die Registrierung, die Koordination von ankommenden internationalen Teams sowie die Zuweisung in den Einsatzort geprobt.

Provisorische Trümmerpiste

In der Generalstabsschule des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) in Kriens findet zudem eine Simulation von Suchaktionen auf einer provisorischen Trümmerpiste mit Rettungshunden statt. Und in zwei Quartieren wird die Aufnahme von humanitären Bedürfnissen sowie die Gebäudestabilität nach Erdbeben trainiert.

Die Übung Simulation Exercise wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) und dem VBS durchgeführt. Damit trage die Schweiz den Richtlinien der United Nations International Search und Rescue Advisory Group (UN Insarag) Rechnung, schreibt das EDA weiter.

Diese Richtlinien verlangen, dass sich international einsetzbare Rettungsteams regelmässig Trainings zu unterziehen haben, um den hohen Anforderungen in Einsätzen bei Erdbeben und anderen Grosskatastrophen gerecht zu werden. Die UNO plant im Schnitt einmal pro Jahr mit Gastgeberländern eine solche Übung. Der Einsatz in Kriens ist laut EDA-Sprecher Stefan von Below weltweit der erste in dieser Form. Für die Übung wurden 300'000 Franken budgetiert, die zu Lasten der humanitären Hilfe des Bundes gehen.

SDA/bru

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