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Telefonkabinen verschwinden – Bundesrat lässt es geschehen

Die Swisscom bricht immer mehr Telefonkabinen ab. Obwohl diese zum Service public gehören, will der Bundesrat nicht eingreifen.

Ein Auslaufmodell: Telefonkabine der Swisscom auf dem Bundeshausplatz in Bern.
Ein Auslaufmodell: Telefonkabine der Swisscom auf dem Bundeshausplatz in Bern.
Keystone

Der Bundesrat will die Swisscom nicht dazu zwingen, mehr Telefonkabinen zu betreiben. Die Bedeutung der öffentlichen Sprechstellen habe stark abgenommen, hält er in seiner Antwort auf einen Vorstoss aus dem Parlament fest.

Nationalrat Roberto Schmidt (CVP/VS) möchte, dass nicht nur in jeder politischen Gemeinde, sondern in jeder Ortschaft oder grösseren Siedlung mindestens eine öffentliche Telefonkabine stehen muss. Mit seinem Vorstoss will er den Bundesrat beauftragen, eine Anpassung der Kriterien für den Erhalt von Standorten zu prüfen.

Bundesrat bewilligte die Reduktion

Die Swisscom als Grundversorgungskonzessionärin optimiere ihren Gewinn auf Kosten des Service public, begründet Schmidt sein Anliegen. Sie breche jährlich Hunderte von öffentlichen Telefonkabinen ab.

Der Bundesrat beantragt dem Parlament, das Postulat abzulehnen. Gemäss seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort sind im Jahr 2010 von insgesamt 4813 zur Grundversorgung gehörenden Telefonkabinen 376 abgebaut worden. Die zuständige Bundesstelle bewilligte die Reduktion.

Er sehe keine Notwendigkeit, die Kriterien für die Erhaltung von Telefonkabinen anzupassen, schreibt der Bundesrat. Den Umfang der Grundversorgung überprüfe er periodisch und trage dabei der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Entwicklung Rechnung.

SDA/lcv

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