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Tempus fugit, carpe diem!

Schweizer Unis schaffen in immer mehr Studiengängen die Lateinpflicht ab. Die Studenten atmen auf, die Altphilologen schäumen. Aber ehrlich: Latein brauchts nicht mehr.

Angehende Philosophen brauchen kein Latein mehr: Hauptgebäude der Universität Zürich. Foto: Walter Bieri (Keystone)
Angehende Philosophen brauchen kein Latein mehr: Hauptgebäude der Universität Zürich. Foto: Walter Bieri (Keystone)

Latein schadet nicht. Es zu lernen, kann sogar Spass machen. Wer es gelernt hat, mag froh sein, es zu können (das meiste ist allerdings schnell vergessen). Wer es nicht gelernt hat, mag das bedauern und sich fragen, ob ihm nicht etwas Wesentliches entgangen sei. Ein sprachlicher Zugang zu den Grundlagen unserer Kultur. Ein besseres Verständnis der modernen Sprachen, vor allem der romanischen. Eine Schule logischen Denkens. Und schliesslich Teilhabe an dem, was man so «Bildung» nennt, auch wenn man darunter eigentlich nur die klassische versteht. Bei den eigenen Kindern greift man eventuell dann auf dieses Bedauern zurück und rät ihnen, Latein zu lernen. Nicht zuletzt brauche man es auch für etliche Studienfächer.

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