Tessiner Juso helfen Stojanovic

In der SP keimen Sympathien für das Referendum gegen die Umsetzung der Zuwanderungsinitiative. Doch die Zeit läuft.

Sammelt noch bis Anfang April Unterschriften gegen die Umsetzung der Zuwanderungsinitiative: Politologe Nenad Stojanovic.

Sammelt noch bis Anfang April Unterschriften gegen die Umsetzung der Zuwanderungsinitiative: Politologe Nenad Stojanovic. Bild: Anthony Anex/Keystone

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Die Tessiner Jungsozialisten (Juso) unterstützen das Referendum gegen die Umsetzung der Masseinwanderungsinitiative (MEI). Sie beteiligen sich an der Unterschriftensammlung und beantragen der SP Tessin und den Juso Schweiz, Position zum Referendum zu beziehen, wie das Onlineportal «Ticino Today» berichtete und Laura Riget von den Tessiner Juso bestätigt. «Uns geht es nicht darum, ob die Umsetzung richtig oder falsch ist», sagt Riget. Da dies aber kontrovers beurteilt werde, sei es richtig, wenn das Volk darüber abstimme.

Auch anderswo in der SP fragen sich Politiker, wie die Partei mit dem Referendum umgehen soll, für das unter anderem der frühere Tessiner SP-Grossrat und Politologe Nenad Stojanovic sowie der Zuger Lokalpolitiker und Giardino-Präsident Willi Vollenweider Unterschriften sammeln. So überlegen sich auch die SP-Migranten, ob das Referendum nicht doch der richtige Weg sein könnte, um aus dem Dilemma zwischen MEI und bilateralen Verträgen herauszufinden. Ein Entscheid ist aber noch nicht gefallen.

Die Tessiner SP berät sich an ihrer Delegiertenversammlung vom Mittwoch. Einer ihrer Grossräte, Henrik Bang, gab auf «Ticino Today» seine Unterstützung des Referendums bekannt. Andere Exponenten haben sich bereits dagegen ausgesprochen. Die Tessiner Juso sind deshalb nicht allzu zuversichtlich, dass ihnen ihre Mutterpartei folgen wird. Trotzdem wollen sie diese überzeugen: «An der Basis geniesst das Referendum eine grosse Unterstützung», sagt Riget.

Juso entscheidet erst im März

Ziemlich spät erst, an ihrer Jahresversammlung vom 11. und 12. März, entscheidet die Juso Schweiz. Bis zum Ablauf der Referendumsfrist am 7. April bliebe nicht mehr viel Zeit. «Selbstverständlich würden wir dann noch Unterschriften sammeln, wenn das unsere Basis beschliesst», sagt Juso-Präsidentin Tamara Funiciello. Sie gehe aber davon aus, dass das Referendum nicht zustande komme. Die Geschäftsleitung habe sich mit der Frage des Referendums noch nicht auseinandergesetzt.

Wie viele Unterschriften bereits zusammengekommen sind, will Stojanovic auf Anfrage nicht bekannt geben, stellt jedoch per Ende Monat eine gemeinsame Zwischenbilanz aller Unterschriften sammelnden Komitees in Aussicht. Er hofft auf eine Überraschung bei den Juso. «Falls sie Gas geben würden, wäre das für die Unterschriftensammlung sehr gut.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.02.2017, 17:16 Uhr

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