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Tessiner Kandidatur stellt die SP vor ein Dilemma

Mit einer Absage an Bundesratskandidatin Marina Carobbio würde die SP das Tessin verärgern, mit deren Nomination die Westschweizer Genossen. Dennoch könnte die Tessinerin für die SP zum Joker werden.

Markus Brotschi
Wollen für die SP in den Bundesrat: Alain Berset, Marina Carobbio, Stéphane Rossini und Pierre-Yves Maillard (v. l.).
Wollen für die SP in den Bundesrat: Alain Berset, Marina Carobbio, Stéphane Rossini und Pierre-Yves Maillard (v. l.).
Keystone

Lange schien das Bundesratsticket der SP reine Formsache, der Freiburger Ständerat Alain Berset und der Waadtländer Regierungsrat Pierre-Yves Maillard waren für einen Zweiervorschlag gesetzt. Nun aber bringt die Tessiner Kandidatur von Marina Carobbio (siehe unten) die SP ins Schwitzen. Denn das Tessin hatte letztmals mit Flavio Cotti einen Bundesrat. Cottis Rücktritt liegt bald 13 Jahre zurück, und das Tessin fühlt sich konstant von der Bundespolitik vergessen. Eine Absage an Carobbio muss sich die SP gut überlegen. Zudem hat die SP 2002 die Tessiner Kandidatin Patrizia Pesenti auf unschöne Weise verhindert, um Micheline Calmy-Rey den Weg zu bahnen. Das haben viele im Südkanton nicht vergessen. Gewicht verleiht Carobbio zudem der Sukkurs der SP-Frauen.

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