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«These eines Alleingangs ist wenig plausibel»

Historiker Sacha Zala über die Rolle von Bundesrat Graber während der Öl- und Terrorkrise.

Mit Sacha Zala sprachen Philippe Reichen und Thomas Knellwolf in Bern
1970 stürzte bei Würenlingen eine Swissair-Maschine ab – ein Denkmal erinnert an die Opfer. Aufnahme von 1975. Foto: Keystone
1970 stürzte bei Würenlingen eine Swissair-Maschine ab – ein Denkmal erinnert an die Opfer. Aufnahme von 1975. Foto: Keystone

Der Schweizer Geheimdienst kooperierte ab Anfang 70er-Jahre eng mit Israel. Hat Sie diese Enthüllung überrascht?

Überhaupt nicht. Die Schweiz pflegte traditionell gute Beziehungen zu Israel. In den 50er-Jahren wurde Israel als David wahrgenommen, das sich gegen den übermächtigen Goliath, die arabischen Nachbarn, wehrt. Es schien wie die Schweiz im Zweiten Weltkrieg: umzingelt von Bösen. Die Identifikation war sehr hoch. Die Israelis waren Europäer im Nahen Osten. Just dann begann die Debatte über die Rolle der Schweiz beim J-Stempel während der NS-Zeit und eine kritische Wahrnehmung ihres Verhaltens gegenüber jüdischen Flüchtlingen.

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