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Warum die Stadt für die Bienen besser ist

Das Mittelland wird für die Insekten zunehmend lebensfeindlich. Der Stadthonig schmecke sogar besser, sagen manche.

David Hesse
Trotz dichter Bebauung eine grosse Pflanzenvielfalt: Imkerin Anna Hochreutener betreut ein Bienenvolk in Zürich. Foto: Sabine Bobst
Trotz dichter Bebauung eine grosse Pflanzenvielfalt: Imkerin Anna Hochreutener betreut ein Bienenvolk in Zürich. Foto: Sabine Bobst

Sie zieht die Imkerkutte über, Handschuhe lässt sie weg. Anna ­Hochreutener, eine grosse Frau in grünen Turnschuhen, 35 Jahre alt, tritt auf das Flachdach des Gemeinschaftszentrums Riesbach im Zürcher Seefeldquartier. Sie sieht nach ihren Bienen.

Der Morgen ist frisch, sechs Grad, noch fliegt fast nichts. Im Innern der Bienenkästen aber summt es. «Sie sind fleissig», freut sich Hochreutener. Beim Öffnen der Stapelkisten hantiert sie mit Rauch aus einem Metallkanister, der Smoker lässt die Bienen Feuer fürchten und in ihre Honigvorräte zurückweichen. Hochreutener zieht eine Wabe ­heraus, prüft den Honigstand, fährt den Bienen mit dem nackten Finger über die Rücken. Am Himmel lärmt ein Heli­kopter, unten in der Strasse das Tram.

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