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«Toni Brunner zeigte übermenschlichen Einsatz»

Toni Brunners Parteikollegen sehen seinen Rücktritt mit Bedauern, können seinen Schritt jedoch nachvollziehen. Seinem Nachfolger stärken sie den Rücken.

SVP-Nationalrat und Fraktionschef Adrian Amstutz (r.) hat Toni Brunners Rücktritt nicht überrascht. Man müsse seinen Rücktritt respektieren. (Archivbild vom 26. Mai 2015)
SVP-Nationalrat und Fraktionschef Adrian Amstutz (r.) hat Toni Brunners Rücktritt nicht überrascht. Man müsse seinen Rücktritt respektieren. (Archivbild vom 26. Mai 2015)
Peter Schneider, Keystone
Der ehemalige SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli (l.) beschreibt seinen Parteikollegen Brunner als «Sympathieträger». (Archivbild vom 17. September 2012)
Der ehemalige SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli (l.) beschreibt seinen Parteikollegen Brunner als «Sympathieträger». (Archivbild vom 17. September 2012)
Alessandro della Valle, Keystone
Noch-FDP-Präsident Philipp Müller (g. r.) dagegen ist überrascht von der Rücktrittsankündigung Brunners. Erwartungen an die SVP unter neuer Führung hat der Aargauer offenbar nicht, wie er gegenüber der SDA erklärt: «Es ist nicht an mir, Erwartungen zu haben.» (18. Oktober 2015)
Noch-FDP-Präsident Philipp Müller (g. r.) dagegen ist überrascht von der Rücktrittsankündigung Brunners. Erwartungen an die SVP unter neuer Führung hat der Aargauer offenbar nicht, wie er gegenüber der SDA erklärt: «Es ist nicht an mir, Erwartungen zu haben.» (18. Oktober 2015)
Peter Klaunzer, Keystone
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Der Rücktritt Toni Brunners sorgt in der SVP für Bedauern, allerdings begegnen Parteikollegen seinem Entscheid auch mit Verständnis. Das Amt des Parteipräsidenten sei eben ein «Verschleissjob», sagte der ehemalige SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli zu Redaktion Tamedia. Brunner sei ein «sicherer Wert für Erfolg». In den acht Jahren als Parteipräsident sei ihm nie ein Fehler unterlaufen, dennoch habe er «keine Allüren» entwickelt. Mörgeli beschreibt seinen Parteikollegen als «Sympathieträger». Er sei bei der Bevölkerung gut angekommen – «egal ob in der Zürcher Bahnhofstrasse, in der Bergbeiz oder im Fussballstadion».

Mörgeli wertet Albert Rösti als eine «sehr gute Wahl» als Nachfolger. Er sei hundertprozentig auf der SVP-Linie. Er verbinde das bodenständige Landwirtschaftliche und das Akademische. Zudem habe er sein Können als Wahlkampfleiter bei den letzten Wahlen unter Beweis gestellt.

«Lebendige Persönlichkeit, ein Kommunikator»

Ähnlicher Ansicht ist SVP-Nationalrat und Fraktionschef Adrian Amstutz. Brunner habe als Parteipräsident «übermenschlichen Einsatz» gezeigt. Kein Mensch halte das ewig aus und man müsse seinen Rücktritt respektieren. Ihn habe Brunners Entscheid nicht überrascht. Auch er befindet, die Parteileitung habe mit Albert Rösti einen «hervorragenden Vorschlag» für die Brunner-Nachfolge gemacht. Damit behalte die SVP ihre Richtung bei.

Für den SVP-Staatsrat Oskar Freysinger kam Brunners Schritt überraschend, dennoch zeigt er Verständnis: «Das Amt des Parteipräsidenten ist schwierig, es ist ein Vollzeitjob und mitunter nervenaufreibend.» Der Schritt komme aber zu einem logischen Zeitpunkt, so Freysinger. Es sei immer dann am besten zu gehen, wenn man gerade einen Riesensieg errungen habe so wie die SVP bei den Parlamentswahlen im Oktober. Die Partei verliere im Amt des Präsidenten eine lebendige Persönlichkeit, einen Kommunikator, der in Verbindung zu den Menschen stehe.

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