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Totgeburt: Untersuchung gegen Grenzwächter

Der Fall einer jungen syrischen Migrantin, die bei ihrer Rückführung durch die Schweiz nach Italien ihr Kind verlor, machte Schlagzeilen. Nun ist eine Voruntersuchung gegen einen Beamten angeordnet worden.

Die Opferfamilie will den Fall gerichtlich beurteilen lassen: Der Mann der syrischen Migrantin trägt das tote Kind aus dem Krankenhaus. Bild: Screenshot SRF1
Die Opferfamilie will den Fall gerichtlich beurteilen lassen: Der Mann der syrischen Migrantin trägt das tote Kind aus dem Krankenhaus. Bild: Screenshot SRF1

Am 4. Juli erlitt eine Syrerin bei ihrer Rückführung von Frankreich nach Italien eine Totgeburt. Der Transport durch die Schweiz von Vallorbe über Brig nach Domodossola in Italien war in der Verantwortung des Schweizerischen Grenzwachtkorps.

Auf dem Weg durch die Schweiz soll die 22-jährige Frau, die offenbar im siebten Monat schwanger war, starke Blutungen erlitten haben. Ihr Ehemann sagte gegenüber der SRF-Sendung «10vor10», dass die Schweizer Beamten trotz wiederholten Hilferufen nicht reagiert hätten. Nach der Ankunft in Domodossola sei die Frau zusammengebrochen und ins Spital eingeliefert worden. Dort habe das Kind nur noch tot geboren werden können.

Nach dem Vorfall leitete das Grenzwachtkorps eine interne Untersuchung ein. Es kam zum Schluss, dass ein Fehler nicht ausgeschlossen werden könne und übergab das Dossier zur Prüfung der Militärjustiz. Diese teilt nun mit, dass eine Voruntersuchung gegen einen an der Rückführung beteiligten Angehörigen des Grenzwachtkorps angeordnet worden ist. Das Verfahren werde mehrere Monate dauern. Ausserdem hätten Angehörige der Opferfamilie eine gerichtliche Beurteilung des Falls verlangt.

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