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Trotzen wir der Rhetorik der Angst

Morgen ist Wahltag. Wir haben allen Grund, selbstbewusst daran teilzunehmen.

Es könnte einem ein bisschen bange werden, wenn man die Wahlkampf­rhetorik des politischen Personals zum Nennwert nähme – bange, weil wir uns demnach in einem Belagerungszustand befinden, umzingelt von Bedrohungen aller Art. Die Rechte verweist auf Zuwanderung, Flüchtlingsströme und die Europäische Union insgesamt. Derweil versteht sich die Linke als Bollwerk gegen den Abbau des Sozialstaats – und warnt, dass dieser bedroht wäre, wenn die rechte Konkurrenz an ­Einfluss gewänne.

Die Botschaft der Parteien an die Wähler ist so simpel wie dramatisch: Entweder ihr wählt uns – dann kriegen wir die Bedrohungen in den Griff. Oder es droht die Sintflut.

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