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US-Präsident Trump kündigt Teilnahme am WEF an

Der US-Präsident will auch nächsten Januar wieder nach Davos reisen. Seine Tochter Ivanka und ihr Mann Jared Kushner sind Teil der Delegation.

mch
Sarah Sanders Ankündigung. (18. Dezember 2018) Video: Youtube/The White House

US-Präsident Donald Trump wird im Januar erneut am World Economic Forum (WEF) teilnehmen. Das hat seine Pressesprecherin Sarah Sanders in Washington angekündigt. Finanzminister Steven Mnuchin werde die Delegation leiten.

Zudem würden Aussenminister Mike Pompeo, Handelsminister Wilbur Ross, Transportministerin Elaine Chao sowie weitere ranghohe Mitglieder der Regierung mit Trump in die Schweiz reisen. Trumps Tochter Ivanka und ihr Mann Jared Kushner werden ebenfalls teilnehmen.

Russland ebenfalls dabei

Das WEF 2019 findet vom 22. bis am 25. Januar in Davos statt. Auch Russland wird mit einer Regierungsdelegation im Januar am WEF vertreten sein, wie am Sonntag bekannt wurde. Zuvor hatte Moskau gedroht, das WEF wegen US-Sanktionen zu boykottieren.

Das Treffen findet unter dem Titel «Globalisierung 4.0: Gestaltung einer globalen Architektur im Zeitalter der vierten industriellen Revolution» statt. Mit der vierten industriellen Revolution meint WEF-Gründer Klaus Schwab das Eindringen der Digitalisierung in neue Lebensbereiche und der zunehmenden Verschmelzung der physischen, biologischen und digitalen Sphären–mit künstlichen Intelligenzen, autonomen Fahrzeugen, 3-D Druckern, Biotechnologien und Quantencomputern.

Bilder: Die US-Delegation am WEF 2019

Kommt er oder kommt er nicht? Donald Trump macht seine Teilnahme am WEF von einem Ende des US-Shutdowns abhängig. (Bild: 28. Januar 2018)
Kommt er oder kommt er nicht? Donald Trump macht seine Teilnahme am WEF von einem Ende des US-Shutdowns abhängig. (Bild: 28. Januar 2018)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Klicken Sie sich durch die Aufstellung von Trumps Delegation: Die Präsidententochter und Trumps Beraterin Ivanka Trump.
Klicken Sie sich durch die Aufstellung von Trumps Delegation: Die Präsidententochter und Trumps Beraterin Ivanka Trump.
Manuel Balce Ceneta, Keystone
Der Ehemann von Ivanka Trump und Chefberater des Präsidenten, Jared Kushner.
Der Ehemann von Ivanka Trump und Chefberater des Präsidenten, Jared Kushner.
Keystone
Der amerikanische Aussenminister Mike Pompeo.
Der amerikanische Aussenminister Mike Pompeo.
Jim Young, Reuters
Handelsminister Wilbur Ross.
Handelsminister Wilbur Ross.
Michael Reynolds, Keystone
Arbeitsminister Alexander Acosta.
Arbeitsminister Alexander Acosta.
Alex Brandon, Keystone
Verkehrsministerin Elaine Chao.
Verkehrsministerin Elaine Chao.
Jose Luis Magana, Keystone
Ministerin für Innere Sicherheit (Homeland Security) Kirstjen Nielsen.
Ministerin für Innere Sicherheit (Homeland Security) Kirstjen Nielsen.
Jacquelyn Martin, Keystone
Robert Lighthizer, Handelsbeauftragter der Vereinigten Staaten.
Robert Lighthizer, Handelsbeauftragter der Vereinigten Staaten.
Mandel Ngan, AFP
Linda McMahon, Leiterin der Small Business Administration.
Linda McMahon, Leiterin der Small Business Administration.
Jim Lo Scalzo, Keystone
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Trump nahm bereits im vergangenen Januar am Weltwirtschaftsforum teil und traf dabei etwa Bundespräsident Alain Berset (SP) und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann (FDP) sowie Aussenminister Ignazio Cassis (FDP). Die Auftritte des US-Präsidenten zogen viel Aufsehen auf sich.

Die Air Force One landete am Vormittag des 25. Januar 2018 in Kloten. Dann ging es direkt weiter nach Davos, wo das Eintreffen des US-Präsidenten im Kongresszentrum für einen grossen Auflauf sorgte. Am Nachmittag folgte ein Treffen mit dem israelischen Premier Benjamin Netanyahu, am Abend ein Dinner mit den Chefs von Néstlé, Novartis und ABB.

Werbung für die USA

Teilweise fieberte die globale Elite dem Auftritt des US-Präsidenten wie bei einem Popkonzert entgegen. In seiner Abschlussrede bot der US-Präsident der Welt «Amerikas Freundschaft und Partnerschaft» an. Sein Leitmotiv «America First» komme der ganzen Welt zugute, erklärte Trump: «Wenn die Vereinigten Staaten wachsen, wächst auch die Welt.» Und Amerika zuerst bedeute nicht «Amerika alleine». Trump nutzte die Gelegenheit vor allem, Werbung für seine Regierung und sein Land zu machen: «Einen besseren Moment, um in den USA zu investieren, hat es nie gegeben.» Nach einer Schelte gegen die Medien waren aus dem Publikum auch Buhrufe zu hören. Aktivisten protestierten zudem mit einem 60 Meter langen Anti-Trump-Transparent an einer Felswand bei Sargans SG gegen Trump.

Bilder: Die Gäste des WEF 2018

Donald Trump will für das WEF 2019 erneut nach Davos reisen – ein Rückblick: Wer war alles am WEF 2018?
Donald Trump will für das WEF 2019 erneut nach Davos reisen – ein Rückblick: Wer war alles am WEF 2018?
Laurent Gillieron, Keystone
Staatsoberhäupter unter sich: Der Bundespräsident Alain Berset traf am Mittwoch die britische Premierministerin Theresa May. (24. Januar 2018)
Staatsoberhäupter unter sich: Der Bundespräsident Alain Berset traf am Mittwoch die britische Premierministerin Theresa May. (24. Januar 2018)
KEYSTONE/Peter Klaunzer
Doris Leuthard, Swiss Federal Councillor, Federal Department of the Environment, Transport, Energy and Communications, and Ambassador Jorge Marcelo Faurie, Minister of Foreign Affairs and Worship of Argentina, talk prior signing a memorandum of understanding regarding further cooperation in the railway sector, on the sideline of the 48th annual meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Wednesday, January 24, 2018. The meeting brings together enterpreneurs, scientists, chief executive and political leaders in Davos January 23 to 26. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Doris Leuthard, Swiss Federal Councillor, Federal Department of the Environment, Transport, Energy and Communications, and Ambassador Jorge Marcelo Faurie, Minister of Foreign Affairs and Worship of Argentina, talk prior signing a memorandum of understanding regarding further cooperation in the railway sector, on the sideline of the 48th annual meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Wednesday, January 24, 2018. The meeting brings together enterpreneurs, scientists, chief executive and political leaders in Davos January 23 to 26. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
«Meine erste Nachricht ist: Frankreich ist zurück.» Sagte der französische Präsident Emmanuel Macron. (24. Januar 2018)
«Meine erste Nachricht ist: Frankreich ist zurück.» Sagte der französische Präsident Emmanuel Macron. (24. Januar 2018)
AFP PHOTO / Fabrice COFFRINI
Mit Cowboy-Hut und Jeans: Kimbal Mask ist eine der auffälligeren Figuren im Davoser Kongresszentrum.
Mit Cowboy-Hut und Jeans: Kimbal Mask ist eine der auffälligeren Figuren im Davoser Kongresszentrum.
REUTERS/Denis Balibouse
«Wir glauben, dass wir kooperieren müssen»: Angela Merkel in ihrer WEF-Rede in Davos. (24. Januar 2018)
«Wir glauben, dass wir kooperieren müssen»: Angela Merkel in ihrer WEF-Rede in Davos. (24. Januar 2018)
AFP PHOTO / Fabrice COFFRINI
Treffen mit dem Wall-Street Veteran: Bundesrat Ueli Maurer redet mit Steven Mnuchin, dem Finanzminister der USA.
Treffen mit dem Wall-Street Veteran: Bundesrat Ueli Maurer redet mit Steven Mnuchin, dem Finanzminister der USA.
Twitter
Brasiliens Präsident Michel Temer auf der Bühne neben Klaus Schwab, dem Gründer und Organisator des WEF. (24. Januar 2018)
Brasiliens Präsident Michel Temer auf der Bühne neben Klaus Schwab, dem Gründer und Organisator des WEF. (24. Januar 2018)
REUTERS/Denis Balibouse
«Die Firmen, die nach Davos kommen, setzen mit ihrer Teilnahme ein Zeichen und wollen zusammenarbeiten» sagte Jimmy Wales der Mitbegründer der Online-Enzyklopädie  Wikipedia am WEF. (24. Januar 2018)
«Die Firmen, die nach Davos kommen, setzen mit ihrer Teilnahme ein Zeichen und wollen zusammenarbeiten» sagte Jimmy Wales der Mitbegründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia am WEF. (24. Januar 2018)
KEYSTONE/Laurent Gillieron
Royale Teilnehmerin: Die belgische Königin Mathilde erschien ebenfalls in Davos. (24.Januar 2018)
Royale Teilnehmerin: Die belgische Königin Mathilde erschien ebenfalls in Davos. (24.Januar 2018)
REUTERS/Denis Balibouse
Libanesischer Unternehmer, Politiker und Miliardenerbe: Der  Premierminister aus Libanon Saad Hariri trifft den Bundesratspräsidenten Alain Berset zu einem bilateralen Treffen am zweiten Tag des Forums. (24. Januar 2018)
Libanesischer Unternehmer, Politiker und Miliardenerbe: Der Premierminister aus Libanon Saad Hariri trifft den Bundesratspräsidenten Alain Berset zu einem bilateralen Treffen am zweiten Tag des Forums. (24. Januar 2018)
KEYSTONE/Peter Klaunzer
Gleich viel Frauen wie 2017: 21% der 3000 Teilnehmenden sind Frauen. Im Bild die CERN-Direktorin Fabiola Gianotti.
Gleich viel Frauen wie 2017: 21% der 3000 Teilnehmenden sind Frauen. Im Bild die CERN-Direktorin Fabiola Gianotti.
REUTERS/Denis Balibouse
«Die herablassenden Bemerkungen Trumps über Frauen brachte die Frauen erst zusammen», sagte die WEF-Ko-Leiterin und  indische Frauenrechtlerin Chetna Sinha.
«Die herablassenden Bemerkungen Trumps über Frauen brachte die Frauen erst zusammen», sagte die WEF-Ko-Leiterin und indische Frauenrechtlerin Chetna Sinha.
REUTERS/Denis Balibouse
«Wir hoffen, dass Trump nicht nur eine Ablenkung ist», sagte Sharan Burrow die Generalsekretärin des internationalen Gewerkschaftsbundes.
«Wir hoffen, dass Trump nicht nur eine Ablenkung ist», sagte Sharan Burrow die Generalsekretärin des internationalen Gewerkschaftsbundes.
REUTERS/Denis Balibouse
Personifizierter Anti-Trump: Justin Trudeau, der kanadische Premierminister plädierte in seinem Auftritt für eine gerechtere Welt und mahnte die Unternehmensführer mehrere Male, mehr Frauen einzustellen und zu fördern.
Personifizierter Anti-Trump: Justin Trudeau, der kanadische Premierminister plädierte in seinem Auftritt für eine gerechtere Welt und mahnte die Unternehmensführer mehrere Male, mehr Frauen einzustellen und zu fördern.
AFP PHOTO / Fabrice COFFRINI
Hilde Schwab im Gespräch mit Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. (23. Januar 2018)
Hilde Schwab im Gespräch mit Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. (23. Januar 2018)
Keystone/Gian Ehrenzeller
Erna Solberg: Die norwegische Ministerpräsidentin ist eine der Co-Vorsitzenden des Weltwirtschaftsforums. (23. Januar 2018)
Erna Solberg: Die norwegische Ministerpräsidentin ist eine der Co-Vorsitzenden des Weltwirtschaftsforums. (23. Januar 2018)
AP Photo/Markus Schreiber
Ilham Aliyev: Der Präsident von Aserbaidschan und...
Ilham Aliyev: Der Präsident von Aserbaidschan und...
REUTERS/Denis Balibouse
...Giorgi Kvirikashvili: der georgische Premierminister sind am WEF anzutreffen. (23.Januar 2018)
...Giorgi Kvirikashvili: der georgische Premierminister sind am WEF anzutreffen. (23.Januar 2018)
Gian Ehrenzeller/Keystone via AP
Namaste: «Isolation ist nicht die Lösung» sagte der indische Präsident Modi in seiner Rede am WEF.
Namaste: «Isolation ist nicht die Lösung» sagte der indische Präsident Modi in seiner Rede am WEF.
Laurent Gillieron/Keystone via AP)
«Das ist ein Wachstumstreiber für die USA - und sehr attraktiv für Unternehmen.» Die Chefin der US-Börse Nasdaq, Adena Friedman, sagte, die Reform habe sehr gute Auswirkungen auf Unternehmen.
«Das ist ein Wachstumstreiber für die USA - und sehr attraktiv für Unternehmen.» Die Chefin der US-Börse Nasdaq, Adena Friedman, sagte, die Reform habe sehr gute Auswirkungen auf Unternehmen.
KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Outet sich als Frankreich-Fan: Tidjane Thiam, der CEO der Credit Suisse sagte, er habe lange Zeit nicht an Frankreich geglaubt, nun setze er aber auf das Land
Outet sich als Frankreich-Fan: Tidjane Thiam, der CEO der Credit Suisse sagte, er habe lange Zeit nicht an Frankreich geglaubt, nun setze er aber auf das Land
AP Photo/Markus Schreiber
Mit passendem Schal: Der Präsident Zimbabwes Emmerson Mnangagwa erschien zur Eröffnungsfeier des WEF.
Mit passendem Schal: Der Präsident Zimbabwes Emmerson Mnangagwa erschien zur Eröffnungsfeier des WEF.
AP Photo/Markus Schreiber
Paul Kagame: der Präsident von Ruanda reiste ebenfalls an.
Paul Kagame: der Präsident von Ruanda reiste ebenfalls an.
AP Photo/Markus Schreiber
«Wenn die Sonne scheint, ist der Moment gekommen, das Dach zu reparieren»: Die IWF-Chefin Christine Lagarde rief angesichts der guten Konjunktur zu Reformen auf.
«Wenn die Sonne scheint, ist der Moment gekommen, das Dach zu reparieren»: Die IWF-Chefin Christine Lagarde rief angesichts der guten Konjunktur zu Reformen auf.
AFP PHOTO / Fabrice COFFRINI
Besuch aus Indien: Der Bundesratspräsident Alain Berset, und der indische Premierminister Narendra Modi treffen sich zu Beginn der Konferenz.
Besuch aus Indien: Der Bundesratspräsident Alain Berset, und der indische Premierminister Narendra Modi treffen sich zu Beginn der Konferenz.
KEYSTONE/Peter Klaunzer
Gala-Auftritt in Davos: Kate Blanchett wurde für ihren Beitrag zu einer besseren Welt ausgezeichnet.
Gala-Auftritt in Davos: Kate Blanchett wurde für ihren Beitrag zu einer besseren Welt ausgezeichnet.
Hollywood und Bollywood vereint: Der indische Film-Star Shah Rukh Khan und die Schauspielerin Cate Blanchett posieren mit Klaus Schwab und seiner Ehefrau Hilde Schwab,
Hollywood und Bollywood vereint: Der indische Film-Star Shah Rukh Khan und die Schauspielerin Cate Blanchett posieren mit Klaus Schwab und seiner Ehefrau Hilde Schwab,
AFP PHOTO / Fabrice COFFRINI
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In der Zwischenzeit hat sich allerdings Trumps Situation an mehreren Fronten verschärft. Sein ehemaliger Anwalt Michael Cohen hat den US-Präsidenten persönlich mit Straftaten während des 2016 US-Wahlkampfs in Verbindung gebracht. Die Russland-Untersuchung des Sonderermittlers Robert Mueller ist ihm mittlerweile so nahe gekommen, dass der Präsident gemäss US-Medien selbst ein Amtsenthebungsverfahren für möglich hält.

Trump löst Familienstiftung auf

Am heutigen Dienstag hat Trump zudem eingewilligt, seine Familienstiftung auf Druck der US-Justiz aufzulösen, nachdem die Organisation von Strafverfolgern des Bundesstaats New York verklagt worden war.

Generalstaatsanwältin Barbara Underwood sagte, ihre Untersuchung habe «ein schockierendes Muster der Illegalität gefunden, an dem die Trump Foundation beteiligt ist – einschliesslich der illegalen Koordination mit der Trump-Präsidentschaftskampagne, wiederholter und vorsätzlicher Selbstvermarktung und vieles mehr».

(SDA)

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