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Türkei ermittelt gegen Schweizer «Terroristen»

Die Istanbuler Staatsanwaltschaft hat wegen des umstrittenen Erdogan-Plakats an einer Demonstration in Bern rechtliche Schritte eingeleitet.

Feleknas Uca, deutsche und kurdische Politikerin und Abgeordnete im türkischen Parlament, spricht bei der Kundgebung.
Feleknas Uca, deutsche und kurdische Politikerin und Abgeordnete im türkischen Parlament, spricht bei der Kundgebung.
Peter Klaunzer, Keystone
Rund 300 Menschen zogen vor der Kundgebung von der Reitschule zum Bundesplatz. Ein paar Böller flogen, und Rauchpetarden wurden gezündet.
Rund 300 Menschen zogen vor der Kundgebung von der Reitschule zum Bundesplatz. Ein paar Böller flogen, und Rauchpetarden wurden gezündet.
Ruben Sprich, Reuters
Die Kundgebung auf dem Bundesplatz in Bern verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle.
Die Kundgebung auf dem Bundesplatz in Bern verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle.
Peter Klaunzer, Keystone
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Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu hat heute vermeldet, dass die Istanbuler Staatsanwaltschaft wegen des umstrittenen Erdogan-Plakats an einer Demonstration in Bern rechtliche Schritte eingeleitet hat. Ermittelt werde wegen «Mitgliedschaft in einer Terrororganisation», «Beleidigung des Präsidenten» und «Propaganda für eine Terrororganisation».

An einer Kundgebung in Bern am Samstag hatten mehrere tausend Menschen für Frieden, Freiheit und Demokratie in der Türkei demonstriert. Zu sehen war dabei auch ein Transparent mit einem Porträt Erdogans sowie einer auf ihn gerichteten Pistole. Darunter stand übersetzt: «Töte Erdogan mit seinen eigenen Waffen». Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland hat wegen des Plakats ein Verfahren wegen öffentlichen Aufrufs zu Verbrechen oder Gewalttätigkeit eröffnet.

Botschafter einbestellt

Der Schweizer Botschafter in Ankara war am Sonntag wegen der Demonstration, auf der auch Symbole der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK gezeigt wurden, einbestellt worden.

Die PKK gilt in der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation. Die türkische Führung kritisiert immer wieder, dass Europa zu wenig gegen PKK-Aktivitäten unternehme.

SDA/nag

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