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Auslandstürken stimmen über Erdogans Reform ab

In der Schweiz und weiteren Ländern hat die Abstimmung über die umstrittene Verfassungsreform in der Türkei begonnen.

Referendum: Auslandstürken stimmen darüber ab, ob Präsident Erdogan mehr Macht erhalten soll. (Video: SDA)

In der Schweiz, Österreich, Deutschland, Belgien, Dänemark und Frankreich können wahlberechtigte Türken bereits über das Referendum zur Einführung eines Präsidialsystems in ihrem Land abstimmen.

Hierzulande stehen in der Botschaft in Bern sowie in den beiden Generalkonsulaten in Zürich und Genf Urnen für die Abstimmung, die bis 9. April dauert, bereit.

Vor der türkischen Botschaft in Bern ist die Durchfahrt bis zu diesem Datum tagsüber für den Verkehr aus «Sicherheitsgründen» gesperrt, wie Polizeisprecher Dominik Jäggi sagte. Die Berner Kantonspolizei beobachte die Lage rund um die Botschaft laufend. Auch das türkische Konsulat in Zürich wird nach Angaben von Marco Cortesi, Sprecher der Zürcher Stadtpolizei, permanent bewacht. Bis zum 9. April würden mehrere Zehntausend Menschen aus verschiedenen Regionen und dem grenznahen Ausland erwartet.

Erdogan will mit dem Referendum mehr Macht

Etwa 130'000 Personen türkischer Herkunft leben in der Schweiz, rund 95'200 sind wahlberechtigt. Fast die Hälfte der knapp drei Millionen registrierten wahlberechtigten Türken im Ausland leben in Deutschland.

Mit dem Verfassungsreferendum am 16. April will der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan seine Macht ausbauen. Die Befugnisse des türkischen Parlaments würden damit beschnitten. Erdogans Gegner befürchten, dass der Türkei eine autoritäre Herrschaft drohen könnte.

SDA

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