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«Umziehen ist immer anstrengend»

Steht unter Spardruck: SRF-Chef Ruedi Matter. Foto: Reto Oeschger

Warum wollen Sie die Journalisten von der Radiosendung «Echo der Zeit» statt wie bisher in Bern näher bei den Maskenbildnerinnen im Fernsehstudio in Zürich haben?

Könnte man nicht stattdessen die Forschung und Entwicklung nach Bern verlegen, im Sinne der schweizerischen Ausgewogenheit?

Glauben Sie, Leutschenbach sei der Nabel der Welt?

Der Umzug von Bern nach Zürich ist also auch eine Sparmassnahme. Wie viel spart man damit?

Sie gehen nicht auf das Angebot der Stadt Bern ein, die für die SRG günstige Liegenschaften suchen will?

Wie wollen sie das Radio weiterentwickeln?

«Lokale Verankerung bedeutet nicht, dass wir überall gleich aufgestellt sein müssen.»

Die Redaktoren müssen nicht nur nach Zürich ziehen, sondern sie arbeiten künftig auch total anders?

Im No-Billag-Abstimmungskampf ist die lokale Verankerung betont worden. Wie will die SRG diese noch sicherstellen, wenn die Mehrheit der Journalisten in Zürich sitzt?

Wären die Umzugspläne vor der No-Billag-Abstimmung bekannt geworden, hätte dies der Initiative nützen können.

Wir haben ein Déjà-vu: Über die Pläne für Admeira hat die SRG kurz nach der Abstimmung zum neuen Radio- und Fernsehgesetz informiert. Die Umzugspläne für das Radiostudio wurden kurz nach der No-Billag-Abstimmung bekannt.

Sie gehen Ende Jahr, fällt es Ihnen nun einfacher, unbeliebte Entscheide zu fällen?

Rund 160 Berner Mitarbeiter haben Ihnen einen Brief zukommen lassen und ihren Unmut über den Entscheid, das Radiostudio zu zügeln, mitgeteilt. Sie haben ihnen nicht geantwortet. Warum?

Der Brief ging an Marchand, den SRG-Generaldirektor, genauso wie an Sie als SRF-Direktor, an den SRG-Verwaltungsrat und an Medienministerin Doris Leuthard.

Was stellen Sie für Anforderungen an Ihren Nachfolger?

Ständerätin Anita Fetz fordert, an der SRF-Spitze brauche es nun eine Frau. Finden Sie das auch?