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«... und die Kantone können ja kaum in Konkurs gehen»

Soll der Bund unrentable AKW übernehmen? Bundesrätin Leuthard winkt ab. Ihre Begründung.

Ob ein AKW abgestellt werde, sei vor allem ein betriebswirtschaftlicher Entscheid der Betreiber: Bundesrätin Doris Leuthard im Ständerat. (9. März 2016)
Ob ein AKW abgestellt werde, sei vor allem ein betriebswirtschaftlicher Entscheid der Betreiber: Bundesrätin Doris Leuthard im Ständerat. (9. März 2016)
Lukas Lehmann, Keystone

Bundesrätin Doris Leuthard hat keine Bereitschaft gezeigt, dass der Bund dereinst den Energiekonzernen ihre unrentablen AKW abnehmen könnte. «Hinter den Betreibern von Atomkraftwerken stehen die Kantone, und die können ja kaum in Konkurs gehen», sagte sie der «Tagesschau».

Ob ein AKW abgestellt werde oder weiterlaufe, dieser Entscheid werde von den Betreibern getroffen. Für den Verwaltungsrat eines Energieunternehmens seien für eine Stilllegung vor allem betriebswirtschaftliche Gründe ausschlaggebend, führte Energieministerin Leuthard in der Hauptausgabe der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens am Mittwoch weiter aus. Dies habe das Beispiel des AKW Mühleberg gezeigt.

Mühleberg soll Ende Dezember 2019 endgültig vom Netz gehen. Hintergrund des Entscheids der Bernischen Kraftwerke AG (BKW) ist, dass sich angesichts der dauertiefen Strompreise eine Nachrüstung des angejahrten AKW bei Bern finanziell nicht mehr lohnt.

Am Montag hatte die «Basler Zeitung» aus einem Strategiepapier einer Lobbyistengruppe zitiert, wonach die Schweizer AKW in einer Auffanggesellschaft zusammengefasst und einem staatlichen Eigentümer, dem Bund, übergeben werden sollen. Im Papier wurde ein genaues Drehbuch skizziert, wie dieses Ziel erreicht werden könnte.

SDA/mch

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