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«Antikapitalistischer Protest löst sich auf wie eine Brausetablette»

Die WEF-Gegner hoffen auf den Mobilisierungseffekt des Trump-Besuchs – doch es fehlt ihnen eine gemeinsame Idee, ein Programm.

Der Widerstand gegen das WEF hat sich in den vergangenen Jahren zersplittert. Im Bild: Die Demonstration vergangene Woche in Bern. Foto: Christian Merz (Keystone)
Der Widerstand gegen das WEF hat sich in den vergangenen Jahren zersplittert. Im Bild: Die Demonstration vergangene Woche in Bern. Foto: Christian Merz (Keystone)

Freitag vor einer Woche, Konzertbestuhlung im Weissen Saal des Volkshauses in Zürich, 360 Plätze, kaum einer bleibt unbesetzt. Die Bewegung für den Sozialismus hat zum «Anderen Davos» gerufen. Die Gesichter im Publikum sind vorwiegend jung, die Pullis aus Wolle, die Frisuren werden von Tüchern gehalten. Die Sprache ist wie aus einer anderen Zeit: «Liebe SozialistInnen, wir wollen über die Rolle der Frau in den sozialistischen Kämpfen sprechen», eröffnet eine junge Frau das Podium. Sie liest von einem Skript ab. Dass Donald Trump, der Präsident der USA, einen Besuch am World Economic Forum angekündigt hat, passe hervorragend dazu. «Mal schauen, wie viele Menschen wir dieses Jahr auf die Strasse bringen», sagt sie, schaut vom Papier auf und lächelt ins Publikum.

Am 13. Januar fand die Anti-WEF-Demonstration in Bern statt.
Am 13. Januar fand die Anti-WEF-Demonstration in Bern statt.
Arnd Wiegmann, Reuters
Die Polizei liess die Demonstranten trotz fehlender Bewilligung durch die Berner Altstadt ziehen.
Die Polizei liess die Demonstranten trotz fehlender Bewilligung durch die Berner Altstadt ziehen.
Arnd Wiegmann, Reuters
Die Demonstration zog Richtung Bollwerk und löste sich schliesslich bei der Schützenmatte auf.
Die Demonstration zog Richtung Bollwerk und löste sich schliesslich bei der Schützenmatte auf.
Arnd Wiegmann, Reuters
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