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Undurchsichtiges Dickicht beim Seco

Wo die Rollen nicht klar verteilt sind, entsteht ein Kontroll­vakuum. Das ist eine ideale Voraus­setzung für krumme Geschäfte.

Die Archivakten zur Vorgeschichte des Seco-Korruptionsfalls lassen einen ratlos zurück. Wie konnte ein Mitarbeiter, der schon früh auffällig geworden war, lange unbemerkt korrupte Geschäfte tätigen? Weshalb haben seine Vorgesetzten nichts davon mitbekommen? Und weshalb wurde er nicht, wie von der obersten Kontrolle vor fast 20 Jahren gewünscht, versetzt?

Eine Antwort auf die Fragen ist schwierig. Das hartnäckige Schweigen der ehemals Verantwortlichen und der heutigen Seco-Führung trägt nicht zum besseren Verständnis des Falls bei. So bleibt es bei der Interpretation der Fakten. Diese zeigen, dass das Seco zwar nicht untätig blieb. Es wurden neue Stabsmitarbeiter eingestellt, Untersuchungen geführt, Mängel festgestellt. Aber bis zum Kern des Problems drang man nicht durch.

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